Mo, 19. November 2018

Zivilcourage im Alltag

08.11.2018 12:57

Leser: „Das einzig Falsche ist, nicht zu helfen!“

Nach den erschütternden Vorfällen vor dem Spital „Göttlicher Heiland“ im 17. Wiener Gemeindebezirk - wir berichteten - ist österreichweit eine Diskussion rund um das Thema Erste Hilfe und Zivilcourage entbrannt. Wie weit ist Bürokratie förderlich und wann hinderlich? Wieso stehen zu oft Menschenleben auf dem Spiel? Diese viel diskutierten Fragen werden von unseren Lesern gern und teilweise kontrovers behandelt. Wie stehen Sie zu dem Thema? Werden Sie Teil der Diskussion und sagen Sie uns, wie Sie zu Zivilcourage und den damit verbundenen Herausforderungen stehen.

Erste Hilfe und Zivilcourage sind in diesen Tagen viel diskutierte Themen. Bewahren Ersthelfer in überraschenden Situationen einen kühlen Kopf? Verständigen zufällige Beobachter einer Notsituation zeitgerecht Rettung, Polizei und Co.? Wie sieht es mit Rechten und Pflichten aus, auch im moralischen Bereich? Die Vorfälle rund um das Wiener Spital zeigen unseren Lesern auf, wie oft und wie schwierig es ist, richtig zu helfen. Uns haben in den vergangenen Tagen nicht nur viele Nachrichten über Menschen erreicht, die die Erste Hilfe über jedes Gesetz stellen, sondern auch über die Wichtigkeit von lebensrettenden Sofortmaßnahmen. Hier eine Zusammenfassung.

Allein das Rote Kreuz und das Jugendrotkreuz schulen nach eigenen Angaben jährlich um die 200.000 Menschen in Erster Hilfe - meistens für den Führerschein, den Betrieb oder das Studium. Aber auch immer mehr Privatpersonen wollen wissen, wie sie richtig reagieren und Menschenleben retten können.

Leser tantecharlysneffe schrieb uns, er würde immer sofort die 144 im Notfall zu rufen „und gleich danach versuchen, Hilfe zu leisten“. Auch Leser ronstadt antwortet wie selbstverständlich auf unseren Artikel: „Jeder, der einen Führerschein besitzt, hat einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht und weiß, dass die oberste Priorität die lebensrettenden Sofortmaßnahmen sind!“ krone.at-Leser Agrippina1 äußert sich etwas unsicher, wenn es darum geht, selbst Hand anzulegen: „Besser Hilfe holen als selbst etwas falsch machen“. Leser nutznixnixnutz beschwichtigt: „Das einzig Falsche ist, nicht zu helfen.“ Bei diesem Thema sind sich unsere Leser im Fazit einig.

Wenn es um das Verhalten des Krankenhausapparates selbst geht, schwanken die Meinungen sehr. Leser alois-bleibtreu bemängelt zu Beginn den Ton der Diskussion: „Zwischen Richtlinien und Moral klafft hier ein ordentliches Loch“, woraufhin Burnout nachsetzt: „Leider arbeiten sehr viele nur nach Vorschrift - das kommt dabei raus.“ Auch Leser Galba fordert: „Ein Arzt hat grundsätzlich sofort Hilfe zu leisten, Vorschrift hin oder her.“ Oft finden sich Kommentare, die die Frage aufwerfen, inwieweit ein etwaiger Richterspruch sich auf eine Privatperson auswirken würde, die eine Hilfestellung unterlassen hat. User Irrlichter spricht aus, was sich viele denken: „Der Großteil unserer Ärzte leistet beste Arbeit, wie man immer wieder dankbar lesen kann! Leider gibt es manchmal unsägliche Kettenreaktionen, die uns sprachlos machen!“

Wie gehen Sie mit dem Thema Erste Hilfe und Zivilcourage um? Besuchen Sie regelmäßig Auffrischungsseminare oder mussten Sie sogar schon selbst Leben retten? Erzählen Sie uns Ihre Erfahrungen und Meinungen, direkt in den Kommentaren oder im Forum!

Anna Krupitza
Anna Krupitza
 krone.at
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