26.10.2018 18:20 |

Auch Obama bedroht

Paketbomben-Terror in USA: Verdächtiger verhaftet

Im Zusammenhang mit der Versendung von mehreren Paketbomben an prominente Politiker, Schauspieler und Nachrichtensender in den USA ist am Freitag ein Verdächtiger verhaftet worden. Die Festnahme erfolgte in Florida, wo zuletzt auch schon mehrere Spuren hingeführt hatten. Der verhaftete 56-jährige Cesar Sayoc ist laut Ermittlern momentan Hauptverdächtiger in dem Fall, die DNA des Mannes sei auf mehreren verschickten Rohrbomben gefunden worden. Die Bundespolizei FBI beschlagnahmte zudem den Lieferwagen des Verdächtigen.

Laut ersten Informationen soll der nun Verhaftete ein eingetragenes Mitglied der republikanischen Partei und begeisterter Trump-Anhänger sein. Laut Ermittlern verfügt er über eine kriminelle Vergangenheit und war immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt geraten, unter anderem auch wegen einer Bombendrohung. Auf dem Kleinbus des Tatverdächtigen sind mehrere Aufkleber mit den Porträts von Präsident Donald Trump und Vizepräsident Mike Pence angebracht. Auch ein Aufkleber mit der Aufschrift „CNN ist zum Kotzen“ ist zu erkennen.

Trump verurteilt „terroristische Handlungen“
Nach der Festnahme des Verdächtigen verurteilte Präsident Donald Trump die Taten scharf. „Diese terrorisierenden Handlungen sind verachtenswert und haben keinen Platz in unserem Land“, sagte Trump am Freitag bei einem Auftritt im Weißen Haus in Washington. Man dürfe niemals zulassen, dass politische Gewalt in den USA Wurzeln schlage. Der Republikaner erklärte, der oder die Täter würden zur Rechenschaft gezogen werden.

Pakete an Obama, Clinton und De Niro
Seit Montag waren insgesamt zwölf der potenziell gefährlichen Sendungen an Kritiker von Präsident Donald Trump aufgetaucht. Erst am Freitag war ein weiteres verdächtiges Paket in einem Postamt in New York abgefangen worden, das an den ehemaligen US-Geheimdienstchef James Clapper adressiert war. Am Donnerstag entdeckten Ermittler Sendungen an Ex-Vizepräsident Joe Biden und Schauspieler Robert De Niro, beide hatten Trump in der Vergangenheit scharf kritisiert. Die Pakete glichen denen, die an den früheren Präsidenten Barack Obama, Ex-Außenministerin Hillary Clinton und andere verschickt wurden.

Wenige Tage vor der Kongresswahl am 6. November werfen die Bombenfunde ein Schlaglicht auf ein politisch tief gespaltenes Land. US-Präsident Donald Trump hatte die Bomben verurteilt, den Medien aber zugleich vorgeworfen, mit falschen Berichten das Klima zu vergiften. Trumps Kritiker werfen ihm das Schüren von Hass vor. Am Freitag beklagte der Präsident, dass durch die Briefbomben von der Politik abgelenkt werde und dem Wahlkampf seiner Republikaner der Schwung genommen werde. „Sehr unglücklich, was passiert“, schrieb er auf Twitter.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter