23.10.2018 06:44 |

Klimaziele in Gefahr

Rohstoffkonsum wird sich bis 2060 fast verdoppeln

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schlägt in einer neuen Studie Alarm: Der globale Rohstoffverbrauch wird sich aufgrund der expandierenden Weltwirtschaft und steigender Lebensstandards bis 2060 nahezu verdoppeln. Von derzeit jährlich 90 Gigatonnen soll der Verbrauch auf 167 Gigatonnen ansteigen, geht aus dem OECD-Vorausbericht hervor. Sollte diese Prognose tatsächlich Realität werden, können wir uns von den Zielen des Pariser Klimabkommens verabschieden.

Auch wenn sich die Wirtschaft von der Industrie in Richtung Dienstleistungen entwickelt, soll der Verbrauch von Rohstoffen stetig zunehmen. Die Nachfrage nach Metallen und nicht-metallischen Mineralien, wie Sand, wird gegenüber Biomasse und fossilen Brennstoffen bis 2060 überdurchschnittlich stark wachsen. Die Nachfrage nach Baumaterialien wird in Entwicklungsländern am stärksten sein, wohingegen die Nachfrage in China sich stabilisieren dürfte, erwarten die Studienautoren.

Trotz einer Stärkung des Recycling-Sektors wird sich der Ausstoß von klimaschädlichem CO2 aufgrund des steigenden Rohstoffverbrauchs nahezu verdoppeln. Das Ziel des Pariser Klimaabkommens, die Erderwärmung auf höchstens 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen, kann demnach bei dieser Entwicklung nicht erreicht werden.

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