21.10.2018 15:50 |

19-Jähriger getötet

Ticketautomat gesprengt: Zwei Verdächtige in Haft

Seit Wochen ermittelt die deutsche Polizei wegen einer Serie gesprengter Fahrkartenautomaten im Bundesland Sachsen-Anhalt. Am Samstagabend wurde ein 19 Jahre alter Mann durch eine Explosion auf einem Bahnsteig in Halle getötet. Die Polizei vermutet, dass es sich beim Todesopfer um ein Mitglied einer Bande handelt, die mithilfe eines Gasgemisches die Ticketautomaten gezielt sprengt, um das Bargeld aus den Geräten zu holen. Mittlerweile sitzen zwei Verdächtige in Haft.

Experten der Polizei suchten am jüngsten Tatort am Bahnhof in Halle-Südstadt bis in die Nacht nach Spuren. Auch ein Hubschrauber der Bundespolizei kreiste in der Luft. Züge rollten am Samstagabend nicht mehr, die Strecke blieb für rund fünf Stunden gesperrt. Am Sonntag sei der Verkehr dann wieder planmäßig angelaufen, sagte eine Bahnsprecherin.

Geldkassette bei Verdächtigen sichergestellt
Die Polizei nahm in der Nacht einen 15- und einen 20-Jährigen fest. Es sei davon auszugehen, dass sie gemeinsam mit dem getöteten 19-Jährigen an der Sprengung des Automaten beteiligt gewesen seien, hieß es. Die Ermittler fanden auch die Geldkassette aus dem Automaten, die die Täter erbeutet hatten. Wie viel Geld darin enthalten war, teilte die Polizei nicht mit.

Kriminelle sprengen immer wieder Fahrkartenautomaten, um an das darin enthaltene Geld zu kommen. Nach Angaben der Deutschen Bahn wurden im vergangenen Jahr rund 250 Automaten aufgebrochen. Für heuer gibt es noch keine Zahlen.

Meist bleibt es bei den Sprengungen bei Sachschäden. Pro Fall können schnell mehr als 10.000 Euro Schaden zusammenkommen. Einen Vorfall mit tödlichem Ausgang gab es im Frühjahr 2017 in Dortmund: Ein 31-Jähriger kam ums Leben, als er einen Fahrkartenautomaten aufzusprengen versuchte. Er erlitt schwerste Gesichtsverletzungen und starb noch am Bahnsteig.

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