Mo, 22. Oktober 2018

Günstige Bedingungen

22.09.2018 11:38

Kurz und Strache wünschen „spürbaren“ Lohnanstieg

Nachdem die Regierung günstige Voraussetzungen geschaffen hat, wie etwa die Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrages, Familienbonus, standortfördernden Maßnahmen etc., sollen die Sozialpartner nun „sicherstellen, dass die Arbeitnehmer von der guten wirtschaftlichen Entwicklung in unserem Land profitieren“. Sprich: Es soll „spürbar“ mehr Lohn in den Taschen der Arbeitnehmer landen. Diesen Wunsch formulierten Bundeskanzler Sebastian Kurz und sein Vize Heinz Christian Strache zum Auftakt der Kollektivvertragsverhandlungen.

Die Regierung habe mit der Senkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrages für kleine und mittlere Einkommen, dem Familienbonus und standortfördernden Maßnahmen „erste spürbare Maßnahmen zur Entlastung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie der Wirtschaft gesetzt, weitere werden folgen“, nun seien aber „in einem zweiten Schritt die Sozialpartner am Zug, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer noch stärker am Erfolg unseres Landes teilhaben zu lassen“, hieß es seitens der Regierungsspitze.

„Positive Entwicklung spürbar wiederfinden
Mit diesem durchaus ungewöhnlichen Statement appellieren Kurz und Strache an die Sozialpartner, dass „sich in den Gehaltsabschlüssen die positive Entwicklung im Land und die gute Stimmung für die Wirtschaft und den Standort spürbar wiederfinden soll“. Auch wenn es „gute Tradition in Österreich“ sei, dass die Sozialpartner die Lohnverhandlungen führen, „sieht es die Bundesregierung dennoch in ihrer Verantwortung, den Aufruf an alle Verhandlungspartner zu richten“, heißt es in der Stellungnahme. Durchgängig adressiert die Regierungsspitze die Sozialpartner gemeinsam, bei den Gewerkschaften dürfte sie mit ihrer Position aber wohl offene Türen einrennen.

Abschluss, klar über Infaltion
In Österreich habe es in den vergangenen Jahren einen Reallohnverlust gegeben, diese Tendenz müsse beendet werden mit einem „guten Gehaltsabschluss jedenfalls klar über der Inflation“. Ausdrücklich weist die Regierung darauf hin, dass die Haushaltseinkommen in der EU seit 2001 jährlich um durchschnittlich 1,077 Prozent gewachsen seien, in Österreich aber mit 0,56 Prozent praktisch nur halb so stark. Zwischen 2010 und 2016 sei in Summe der Reallohn in Österreich zurückgegangen, einzig 2012 und 2016 habe es Zuwächse gegeben.

Strache: Gerechte Verteilung wachsenden Wohlstandes
Kurz forderte, dass die Österreicher und Österreicherinnen die positive Entwicklung im Land „nicht nur in Rankings, sondern besonders auf ihrem Gehaltszettel spüren“. Strache meint, alle sollen am Aufschwung „fair profitieren“. Es solle nicht nur die Steuerlast sinken, sondern „es sollen auch die Löhne wieder steigen. Die ständigen Reallohnverluste des letzten Jahrzehnts unter SPÖ-Kanzlern müssen in Zeiten einer florierenden Wirtschaft ein Ende haben. Die gute österreichische Tradition einer gerechten Verteilung wachsenden Wohlstandes muss wiederbelebt werden."

 krone.at
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