Mi, 19. September 2018

Ministerin verspricht:

15.09.2018 13:34

Geld für Krisen-Pflegeeltern wird nicht gekürzt

Nachdem bekannt geworden war, dass das Familienministerium sogenannten Krisen-Pflegeeltern mittels Erlass den Bezug des Kinderbetreuungsgeldes gestrichen hat (krone.at berichtete), versprach Ministerin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) am Samstag eine „alternative Lösung“. Die Entscheidung sei zwar juristisch korrekt gewesen, „aber menschlich und politisch nicht vertretbar - wir werden einen anderen Weg finden“, erklärte sie gegenüber der „Krone“. Auch aus dem Bundeskanzleramt hieß es, die Regelung werde so ganz bestimmt nicht bleiben.

Bogner-Strauß (ÖVP) hatte ihre Entscheidung mit zwei Urteilen des Obersten Gerichtshofs (OGH) aus den Jahren 2011 und 2015 begründet. 33 oberösterreichische Krisen-Pflegemütter wollten das nicht akzeptieren und hatten bereits angekündigt, das Geld einklagen zu wollen. Krisen-Pflegeeltern (in Wien gibt es davon rund 35, Anm.) erhielten neben einer Entschädigung durch das jeweilige Bundesland bis dato auch Kinderbetreuungsgeld - seit Juli gab es letzteres aber plötzlich nicht mehr.

SPÖ fordert ausreichende Unterstützung
Am Freitag hatte sich SPÖ-Familiensprecherin Birgit Sandler empört gezeigt, von einem Skandal gesprochen und ausreichende Unterstützung der Pflege-Mamas gefordert. Die Politik der Familienministerin sei unsozial, unmenschlich und realitätsfern, so die rote Nationalratsabgeordnete. „Krisen-Pflegeeltern betreuen meist sehr kleine Kinder und verzichten aufgrund der hohen Verantwortung und intensiven Betreuungstätigkeit auf eigene berufliche Tätigkeit“, so Sandler, daher müssten diese Menschen finanziell ausreichend unterstützt werden.

Sogenannte Krisen-Pflegeeltern sind für Babys und Kleinkinder da, wenn deren Eltern dem Erziehungsauftrag nicht nachkommen können und die Kinder ihnen daher entzogen werden. Für ein paar Tage oder Wochen, manchmal auch Monate, springen in solchen Notfällen Pflege-Mamas ein. Die Notfall-Mamas geben ihren Pfleglingen aus Krisenfamilien, so lange es nötig ist, Geborgenheit und ein sicheres Zuhause.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder

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