„Gab keinen Rassismus“

Löw: „Özil hat bis heute nicht mit mir gesprochen“

Seit der Bekanntgabe seines Rücktritts hat Mesut Özil kein Wort mit dem deutschen Teamchef Jogi Löw gesprochen. Das erklärte Löw am Mittwochmittag im Zuge seiner WM-Analyse (alle Infos dazu hier). Er habe mehrmals versucht, ihn zu erreichen - vergeblich. „Das muss ich so akzeptieren.“

Von etwaigen rassistischen Tendenzen im deutschen Nationalteam distanzierte sich Löw klar. „Seit Oliver Bierhoff und ich im DFB federführend am Werk sind, gab es nie auch nur Ansätze von Rassismus. Das kann ich definitiv bestätigen. Auch Mesut Özil und Ilkay Gündogan haben sich immer mit unseren Werten identifiziert und sich stets in der Mannschaft wohlgefühlt.“

Von Özils Rücktritt aus der Nationalmannschaft habe er von dessen Manager erfahren. Zu einem persönlichen Kontakt mit dem nunmehrigen Ex-Teamspieler sei es trotz mehrmaliger Versuche bislang nicht gekommen, erklärte Löw. „Mesut hat sich für diesen Weg entschieden. Das muss ich akzeptieren.“

Bierhoff: „Haben es unterschätzt“
Team-Manager Bierhoff erklärte, dass Özils Rücktritt „unehimlich schmerze“. Die DFB-Führungskräfte hätten die „Situation unterschätzt. Dass eine so starke Reaktion kommen würde, dachten wir nicht. Ich habe in 30 Jahren Profifußball noch nicht erlebt, dass die Meinungen so stark auseinandergehen.“ Klar sei: „Ein Team kann keine Zielscheibe für rassistische Beleidigungen sein. Aber ich weise den Rasissmus-Vorwurf - so wie Jogi - klar zurück.“

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