29.08.2018 12:32 |

Wollte Haft entgehen

Betrüger wollte sich als Zwillingsbruder ausgeben

Es war ein überaus gewagter Versuch, die Wiener Polizei hinters Licht zu führen - geklappt hat es schlussendlich nicht: Ein 31-Jähriger, der bereits per EU-Haftbefehl von deutschen Behörden unter anderem wegen Diebstahls und Hehlerei gesucht worden war, konnte von Polizisten am Dienstagabend im Zuge einer Verkehrskontrolle geschnappt werden. Der Verdächtige bestritt jedoch bis zuletzt, der Gesuchte zu sein und behauptet sogar, dass es sich um einen Zwillingsbruder handeln müsse.

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Der 31-Jährige steht in dringendem Verdacht, in Frankreich insgesamt sechs Navigationsgeräte gestohlen und danach über eine Online-Plattform weiterverkauft zu haben. Zudem wird ihm Internetbetrug in 25 Fällen vorgeworfen, so die Polizei am Mittwoch. Der Gesamtschaden beträgt mehr als 8000 Euro.

Nachname gefälscht
Gegen 20.15 Uhr geriet der Verdächtige am Dienstag in eine Verkehrskontrolle der Polizei in der Aßmayergasse im Bezirk Meidling. Sämtliche Daten des Mannes stimmten mit dem Gesuchten überein, lediglich der „Nachname war offenbar gefälscht“, so die Exekutive. Nach einem Abgleich mit den deutschen Kollegen stand rasch fest, dass es sich tatsächlich um den mutmaßlichen Betrüger handelt. „Fingerabdrücke und Fotos passten eindeutig zum 31-Jährigen“, berichtete die Polizei.

Kreative Erklärung
Und dennoch bestritt der Verdächtige - trotz vorgelegter Fotos und erdrückender Beweise - vehement, dass es sich bei ihm um den Gesuchten handelt und präsentierte den Beamten auch gleich eine überaus kreative Erklärung für diesen „Zufall“. „Es muss sich um einen Zwillingsbruder handeln“, gab der Mann an.

Laut Polizei habe jedoch kein Zweifel über die Identität des 31-Jährigen bestanden, er wurde deshalb festgenommen und in die Justizanstalt überstellt. Von dort soll er demnächst nach Deutschland ausgeliefert werden.

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