28.08.2018 17:00 |

Front gegen Verbauung

Rückbau an den Kärntner Seen gefordert

Der Widerstand gegen die Verbauung der Kärntner Seen wächst. Nachdem das Seenvolksbegehren mit mehr als 2000 Unterschriften die erste Hürde geschafft hat, gehen jetzt  die Naturfreunde  noch einen Schritt weiter. Neben dem Schutz der letzten unverbauten Seegründe wird ein Rückbau von Bausünden gefordert. Eine harte Ansage, die sich allerdings nur schwer umsetzen lassen dürfte.

Neue Appartements am Wörthersee-Südufer, eine Villa im Schutzgebiet, ein von der Gemeinde verkauftes Seeschloss als Privatdomizil: Die Verbauung der heimischen Seen regt immer stärker auf. „Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht irgendwo ein Seegrund feilgeboten wird und als Spekulationsobjekt endet. Leidtragende sind die Bürger und der Tourismus. Die Betonierwut an heimischen Gewässern muss endlich ein Ende haben!“, geht Philipp Liesnig, Vorsitzender der Naturfreunde, in die Offensive.

Die Umweltorganisation hat einen Maßnahmenkatalog erstellt, um die Seeufer zu schützen. Gefordert werden ein genereller Widmungsstopp, dass nur noch Projekte im öffentlichen Interesse genehmigt werden, der Rückkauf von Seegrundstücken, finanziert durch die Motorbootabgabe, und der „Rückbau von Betonklötzen, die nicht im Einklang mit öffentlichem Interesse sind“. Mit diesem letzten Punkt wolle man Fehlentwicklungen rückgängig machen - zum Beispiel über die Raumordnung, den Hochwasserschutz oder das Eisenbahnrecht, so Liesnig.

Thomas Leitner
Thomas Leitner
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Mittwoch, 19. Jänner 2022
Wetter Symbol
(Bild: Krone KREATIV)