Mi, 14. November 2018

Ortschef über Projekte

26.08.2018 06:00

Unwetter zeigte: Glemmtal braucht noch mehr Schutz

Die Aufräumarbeiten in Saalbach-Hinterglemm nach dem schweren Unwetter und den darauffolgenden Muren dauern noch an, Priorität hat erst einmal die Wiederherstellung der Landesstraße. Ein großes Schutzbau-Projekt läuft derzeit, ein weiteres ist in Planung, doch das wird auf Dauer nicht reichen. Der Bürgermeister über die aktuelle Lage und anstehende Bauten. 

Herr Hasenauer, wie ist die Lage in Ihrer Gemeinde?

Es ist viel schweres Gerät hier, momentan läuft alles nach Plan. In den Zentren von Saalbach und Hinterglemm ist optisch wieder alles hergerichtet. Richtung Lengau sieht es noch wild aus. Hier sind die Arbeiten im Gang. Die auswärtigen Feuerwehren sind bereits abgerückt, unsere Freiwilligen sind in Bereitschaft. Im Moment regnet es wieder, die Vorhersagen sind zwei geteilt. Sollte wieder starker Regen kommen, spannt sich auch die Lage wieder an.

Die Urlauber, die im Talschluss festsaßen, konnten ausreisen?

Wer raus wollte, konnte zu den vorgegebenen Zeiten raus. Über Nacht blieb die Straße aber Sicherheitshalber gesperrt. Wir sind froh, dass es bei diesem Unwetter keine Opfer gab. Gleichzeitig möchte ich mich bei allen bedanken, die mitgeholfen haben, sei es von den Feuerwehren, der Wildbach- und Lawinenverbauung und der BH Zell am See. Ohne so eine Unterstützung wären wir aufgeschmissen gewesen. Man sieht bei uns, was man bewegen kann, wenn alle zusammenhelfen.

Die Murensperren sind momentan noch voll. Wann bieten sie wieder Schutz?

Das sind massive Bauwerke in denen tausende Kubikmeter Material liegt. Die müssen wir natürlich so schnell wie möglich ausräumen. Es wird aber noch Wochen dauern, bis alles ausgeleert und wieder voll funktionsfähig ist.

Braucht es mehr Bauten?

Wir haben in den vergangenen Jahren jedes Jahr gebaut, sowohl wegen Wildbächen als auch Lawinen. Momentan läuft gerade ein Projekt am Astergraben, das wird uns noch zwei bis drei Jahre beschäftigen. Diese Gräben laufen direkt auf das Zentrum zu. Eines der nächsten und wohl größten Projekte wird jenes an der Saalach selbst werden. Diese wird tiefer gelegt und Sortierwerke entstehen, die das Geschiebe abhalten sollen. Es hat sich aber gezeigt, dass es noch einige Bereiche gibt, wo wir etwas tun müssen, wie an den Martengräben, wo die große Mure herunter gekommen ist. Aber man kann nicht alles auf einmal machen, es ist auch eine finanziell eine große Herausforderung.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Talk mit Katia Wagner
Dürfen wir noch Patrioten sein?
Österreich
Shilton wenig erfreut
England-Rekordspieler kritisiert Rooney-Abschied
Fußball International
Leicester-Meistercoach
Ranieri löst Jokanovic als Fulham-Trainer ab
Fußball International
60 Mio. Euro pro Jahr
Berater verrät: Mesut Özil schlug Mega-Gehalt aus
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.