Fr, 16. November 2018

Kosmisches Puzzle

17.08.2018 15:00

Universum-Panorama reicht Milliarden Jahre zurück

Astronomen haben das bisher vollständigste Porträt der kosmischen Evolution erstellt: Das riesige Panoramabild umfasst nun auch ultraviolettes Licht und zeigt Sternengeburten der letzten elf Milliarden Jahre. Abgebildet sind rund 15.000 Galaxien.

Ultraviolettes Licht fehlte bisher im kosmischen Puzzle: Bisher gab es nur Aufnahmen des Universums, die sichtbares Licht mit dem infraroten Wellenlängenbereich kombinierten. Die neu erstellte Panoramaansicht der Astronomen aus der Schweiz, den USA und Australien umfasst nun auch ultraviolettes Licht.

Bild reicht drei Milliarden Jahre zurück
Durch die Kombination von Aufnahmen des Hubble-Weltraumteleskops und verschiedener anderer Instrumente gelang so ein neuer Blick auf die Geburt von Sternen in der Geschichte des Universums. Er reicht zurück bis rund drei Milliarden Jahre nach dem Urknall, der wichtigsten Sternenentstehungsperiode im Kosmos.

Dank UV-Aufnahmen des Hubble-Teleskops konnten die Forscher erstmals die Sternenentstehung im weit entfernten und im uns benachbarten Universum direkt vergleichen, betonte Pascal Oesch von der Uni Genf.

Das Licht von Galaxien, die in weit entfernten Regionen des Universums neue Sterne hervorbringen, hat dort mit einer Wellenlänge im ultravioletten Bereich begonnen, wie der Genfer Astronom erklärte. Aufgrund der Expansion des Universums erreicht uns dieses Licht im Infrarotbereich, diese Galaxien lassen sich daher nur im Infraroten beobachten.

Kleine Ansammlung junger Sterne
Mit den UV-Aufnahmen konnten die Astronomen nun auch die Sternentstehung in benachbarten Galaxien im gleichen Bild erfassen. Durch den direkten Vergleich entschlüsselten sie, wie sich die Galaxien in unserer kosmischen Nachbarschaft vor elf Milliarden Jahren aus kleinen Ansammlungen heißer junger Sterne entwickelt haben. Die Ergebnisse präsentierten sie im Fachblatt „The Astrophysical Journal Supplement Series“.

UV-Licht wird größtenteils durch die Erdatmosphäre gefiltert, weshalb die Wissenschafter sich auf Aufnahmen des Hubble-Weltraumteleskops stützten. Dieses ist mit einem Spiegel von 2,4 Metern Durchmesser ausgestattet. Seine Leistung übertrifft die leistungsfähigsten bodengestützten Beobachtungsinstrumente.

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