So, 21. Oktober 2018

F-16-Pilot erklärt

12.08.2018 16:56

Jet gestohlen: Abschuss bei Anflug auf Großstadt!

Der beunruhigende Vorfall in Seattle, bei dem ein Techniker ein geparktes Passagierflugzeug stahl und damit waghalsige Manöver flog, wirft viele Fragen auf. Viele Menschen wundern sich, dass ein Angestellter, der nicht einmal ein Pilot ist, einfach ein Flugzeug entwenden und damit ein massives Sicherheitsrisiko hervorrufen kann. Wie ein Fachportal berichtet, ist dies leichter zu bewerkstelligen, als man denkt. Ein F-16-Pilot erklärt außerdem, unter welchen Umständen ein gestohlenes Flugzeug abgeschossen wird.

Auch zwei Tage nach dem ungewöhnlichen Diebstahl ist die Tat, bei der der 29-jährige Richard Russell ums Leben kam, völlig unbegreiflich. Nicht nur über die Motive des Airline-Angestellten rätselt derzeit die ganze Welt. Wie konnte er dieses „Kunststück“ in Zeiten erhöhter Sicherheitsmaßnahmen auf Flughäfen überhaupt bewerkstelligen? Und wie wird in so einem Fall vorgegangen?

Das Portal TheAviationist.com berichtet unter Berufung auf einen F-16-Piloten, dass jedes Flugzeug, das den Funkkontakt zu Fluglotsen verliert, abgefangen wird. Das sei vergangenes Jahr bei einer Maschine, die von Indien nach London unterwegs war, passiert: Über Köln brach der Funkkontakt ab, die deutsche Luftwaffe sendete als Sicherheitsmaßnahme zwei Typhoons aus. Innerhalb von wenigen Minuten konnte die Kommunikation wiederhergestellt werden - der Flug wurde ganz normal fortgesetzt.

Weil sich Russell über Funk meldete, nicht über dicht besiedelten Gebiet flog und keine terroristische Absicht vermutet wurde, wurde er nicht als hohes Sicherheitsrisiko eingestuft, erklärt das Portal. Andernfalls, also wäre er etwa über eine Großstadt geflogen, hätte es zum Waffeneinsatz vonseiten des Militärs kommen können - um einen möglichen Anschlag zu verhindern oder Leben zu retten. Jeder Kampfjet, der eine Abfangmission durchführt, ist daher auch mit Waffen ausgestattet.

„Flugzeugentführung“ ohne Freigabe oder Kontrolle als Serienhit
Wie leicht es sei, Flugzeuge zu entwenden, habe die Serie „Airplane Repo“ im Discovery Channel gezeigt. Darin wurden zahlungsunfähige Schuldner, die Maschinen besitzen, von Experten „bestohlen“ - diese sollten das Gefährt für die Bank oder andere Gläubiger zurückholen.

Die Flugzeuge, die auf diese Art und Weise ihren Besitzer wechselten, hoben teilweise ohne Autorisation oder Freigabe von kleineren Airports ab. Dort konnte man sehen, wie eine Maschine von Mexiko in die USA geschafft wurde - ganz ohne Grenzkontrolle. In einer anderen Folge hob ein Hubschrauber vom Dach eines Wolkenkratzers ab. Diese Serie und der Vorfall in Seattle am Freitag zeigten laut dem Fachportal, dass der Flugverkehr nicht so sicher sei, wie er sein sollte.

 krone.at
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