12.08.2018 10:31 |

Ohne Ausrüstung

Fünf Tschechen auf Gletscher in Bergnot geraten

Ohne Steigeisen, Pickel, Anseilgurte und Sicherungsseil war eine Gruppe von fünf Wanderern aus Tschechien am Hohen Sonnblick in den Hohen Tauern in Bergnot geraten. 

Nur mit Wanderausrüstung war die Gruppe Samstag gegen 9 Uhr vom Naturfreundehaus Kolm Saigurn in Salzburg zu ihrer Bergtour ins hochalpine Gelände aufgebrochen. „Ihr Ziel war das Zittelhaus auf dem Gipfel des Hohen Sonnblick in 3106 Metern Höhe“, schildert ein Polizist. Als die drei Frauen und zwei Männer im Alter zwischen 41 und 57 Jahren im Bereich der Pilatusscharte (2950 Meter) über das vergletscherte Kleinfleißkees wollten, kamen sie mangels Ausrüstung nicht mehr weiter. „Hereinbrechender Nebel erschwerte den Tschechen zusätzlich die Orientierung“, so der Ermittler weiter. Gegen 19.40 Uhr setzten die Wanderer den Notruf ab. 

Die Alpinpolizei, Bergrettung Heiligenblut und die Flugeinsatzstelle Klagenfurt wurden alarmiert. Die Polizisten konnten telefonisch mit den Wanderern Kontakt aufnehmen und mittels GPS-Koordinaten konnte rasch der Standort der Gruppe ausgemacht werden. Kurz vor 21 Uhr konnte die Besatzung des Polizeihubschraubers die Tschechen am Kleinfleißkees, etwa 200 Höhenmeter unterhalb des Zittelhauses wahrnehmen. „Eine Landung war aufgrund der Wettersituation und der hereinbrechenden Dunkelheit nicht mehr möglich“, heißt es beider Polizei. Die Crew des Polizeihubschraubers konnte jedoch zwei Bergretter am Kleinfleißkees absetzen und acht weitere Retter stiegen zu den in Not geratenen Wanderern auf, die kurz vor Mitternacht bei ihnen eintrafen. Die ganze Gruppe konnte daraufhin unverletzt von den Einsatzkräften ins Tal begeleitet werden. 

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