Insolvenzverfahren

Uno-Betreiber hofft bei Hauptmieter auf Happy-End

„Jetzt wird’s wirklich groß und billig“ Mit diesem Slogan wollte ein Unternehmer aus dem bayrischen Simbach dem Uno-Shopping, das nach Jahren des Leerstandes immer mehr zur Geisterstadt mutierte, im September vorigen Jahres neues Leben einhauchen. Nach turbulenten Monaten folgte nun der Dämpfer . . .

Auf über 20.000 Quadratmetern versprach Markus Schenk ein einzigartiges, barrierefreies Einkaufserlebnis. Offene, lichtdurchflutende Läden und großzügig dimensionierte Verkaufsflächen, bestückt mit Artikeln internationaler Top-Marken aus den Bereichen Haushalt, Wohnen, Garten, Mode, Freizeit und Lebensmittel, dazu Getränkemarkt „Bilgro“ und das „7 Fashion Pop up“-Outlet. Knapp 10 Monate später steht fest, der ambitionierte Unternehmer aus Bayern hat Wort gehalten. Die Läden sind offen, die Verkaufsflächen großzügig dimensioniert. Doch der geballte Warendruck, die unkonventionelle Art, diese zu präsentieren, hinterließen bei vielen Kunden den Eindruck von einem „Ramsch-Laden“. Fazit: Bis auf den gut bestückten Getränkemarkt ging das Konzept in Leonding nicht auf. So erinnerte das Uno zuletzt in Sachen Kundenaufkommen oftmals wieder an die Jahre des Leerstandes.

1,4 Millionen Euro Verbindlichkeiten
Nun die Pleite - 29 Dienstnehmer sind betroffen. Die Lieferantenverbindlichkeiten belaufen sich auf etwa 1,4 Millionen €, Rückstände bei Abgabegläubigern wie der Gebietskrankenkasse und der Vermieterin stehen mit 676.000 € zu Buche. Masseverwalter Christoph Schuster, der gestern zur ersten Bestandsaufnahme im Uno-Shopping weilte, wird nun entscheiden, ob eine Fortführung des Unternehmens möglich ist. Wovon FMZ-Uno-Geschäftsführer Hubert Wagner ausgeht: „Ich rechne eigentlich fest damit, nachdem meines Wissens nach bereits zuletzt einige offene Posten positiv erledigt werden konnten!“

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