Fr, 17. August 2018

Erst jetzt erfahren

15.07.2018 14:01

Thailändische Buben weinen um den toten Taucher

Noch bevor sie in Sicherheit gebracht werden konnten, ist - wie berichtet (siehe auch Video oben) - ein thailändischer Taucher und Ex-Navy-Seal bei der Vorbereitung für die Höhlenrettung ums Leben gekommen. Von diesem Drama haben die zwölf Buben und ihr Trainer erst am Samstag erfahren - und gemeinsam um den Helden geweint. 

Der ums Leben gekommene Saman Kunan wurde als Held gefeiert. Der 38-Jährige hatte am Aufbau einer Sauerstoffleitung zu den Eingeschlossenen mitgearbeitet - auf dem Rückweg aus der Höhle war ihm selbst nicht genügend Sauerstoff geblieben. Sein Tauchpartner habe noch versucht, ihn mittels Herz-Lungen-Massage wiederzubeleben, hatte aber keinen Erfolg. Im Krankenhaus konnte nur noch der Tod des 38-Jährigen festgestellt werden.

Saman war 2006 aus der thailändische Armee ausgeschieden und hatte sich als freiwilliger Helfer an dem Einsatz in der Tham-Luang-Höhle beteiligt. Laut der thailändischen Navy Seals war er Triathlet und ein erfahrener Taucher. Um mitzuhelfen, die eingeschlossenen Buben zu retten, gab er sein eigenes Leben.

Dies haben nun auch die zwölf Kinder und ihr Trainer gewürdigt. Wegen der psychischen Belastung erfuhren sie erst am Samstag vom Tod Kunans. Sie hätten geweint und ihr Beileid schriftlich auf einer Zeichnung des Retters ausgedrückt.

Einer der Buben hatte bei dem Einsatz ebenfalls riesiges Glück, wie jüngst bekannt wurde. Bei der Rettung des elften Geretteten traten Probleme auf. Einer der Taucher, der den Buben aus der verzweigten und dunklen Höhle begleiten sollte, verlor an einer Stelle, an der die Sicht fast komplett eingeschränkt war, das Seil, mit dem der Schützling mit seinem Retter verbunden war.

Videogrüße der Geretteten
Die zwölf Buben und ihr Trainer befinden sich weiterhin im Krankenhaus, sie sollen am Donnerstag entlassen werden. Sie seien „bei guter Gesundheit“ und „frohgemut“, hatte der thailändische Gesundheitsminister Piyasakol Sakolsattayatorn am Samstag gesagt, als Videogrüße der Geretteten veröffentlicht wurden.

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