Großeinsatz für Retter

Bauchgrippe legt Donau-Kreuzfahrtschiff lahm

Die gefürchteten Noroviren haben am Freitag ein ganzes Donau-Kreuzfahrtschiff bei Passau lahm gelegt: 17 der 140 Passagiere mussten in Notzelten am Landungssteg behandelt werden. Mitte Mai hatte es einen ähnlichen Fall in Engelhartszell gegeben. Ursache ist dabei nicht mangelnde Hygiene, sondern das Bordleben auf engstem Raum.

An Bord des Kreuzfahrers - es war gerade von einer Budapestreise heimgekehrt - befanden sich 140 Menschen. Am Freitag um 8.20 Uhr früh hatte der Kapitän nach dem Anlegen an der Lände Passau-Lindau die Rettungsleitstelle alarmiert. Fast zwei Dutzend Passagiere klagten über Magen- und Darmbeschwerden, über Übelkeit und Brechdurchfall. 40 Sanitäter und fünf Notärzte wurden zu dem Schiff geschickt, 25 Rettungswagen waren im Einsatz. 17 Patienten wurden in Notzelten behandelt, vier davon kamen ins örtliche Klinikum. Laut dem leitenden Notarzt vor Ort waren die Betroffenen mit dem gefürchteten Norovirus infiziert.

Ansteckung an Bord
Petra Riffert, Geschäftsführerin der Werbegemeinschaft Donau Oberösterreich, erklärte auf Anfrage: „Ich habe mich bei einem Reeder erkundigt. Er sagt, dass solche Noroviren oft auf Kreuzfahrtschiffen ein Problem sind. Allerdings nicht wegen der mangelnden Hygiene, sondern weil viele Menschen auf engem Raum untergebracht sind und so eine Ansteckung rasch erfolgt. Auf Ozean-Kreuzfahrten gibt es dafür eigene Quarantänestationen, deswegen fällt dort ein Noroviren-Ausbruch nicht so auf, wie bei den Flusskreuzfahrten.“

Auch in Engelhartszell
Einen ähnlichen Vorfall hatte es bereits Mitte Mai auf einem Donau-Kreuzfahrtschiff in Engelhartszell gegeben. Damals litten 26 Passagiere unter Brechdurchfall, sechs davon wurden ebenfalls ins Passauer Klinikum eingeliefert.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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