Do, 13. Dezember 2018

120-Meter-Koloss

13.07.2018 12:31

Semmering-Basistunnel: Bohrmaschinen legen los

Die Tunnelbohrmaschine „Carl“ legt los: Am Freitag fand das feierliche „Andrehen“ im steirischen Fröschnitzgraben auf der Baustelle des Semmering-Basistunnels statt. Die Maschinen sollen sich bis 2020 neun Kilometer weit durch den Berg in Richtung Gloggnitz in Niederösterreich „fressen“, hieß es seitens der ÖBB. Nach der Fertigstellung soll die Bahn für die Strecke Wien-Graz weniger als zwei Stunden benötigen.

Der Großteil des 27 Kilometer langen Bahntunnels sowie alle Zugänge werden „in Handarbeit“ im klassischen Bagger- und Sprengvortrieb errichtet. Die Geologie entscheidet, wo Tunnelbohrmaschinen zum Einsatz kommen können. Beim Semmering-Basistunnel ist das bei rund einem Drittel des Tunnels der Fall, und zwar konkret im mittleren Abschnitt. Am Freitag startete symbolisch die erste der beiden Maschinen, die zweite - „Ghega“ - wird im Herbst ihre Arbeit aufnehmen.

„Europa wächst weiter zusammen“
Für Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) wird die Bahn in Österreich mit dem Tunnel noch beliebter. Der EU-Koordinator für den Baltisch-Adriatischen Korridor, Kurt Bodewig, sprach bei den Feierlichkeiten von einer neuen Situation durch den künftigen Korridor: Es werde mehr Beschäftigung geben, nicht nur während der Bauzeit. „Das EU-Kernnetz ist als Chance zu sehen, dass Europa weiter zusammenwächst.“

Der steirische Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer sowie der niederösterreichische Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko (beide ÖVP) unterstrichen die Attraktivierung des Wirtschaftsstandortes. ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä hob die Bedeutung für den Güterverkehr hervor.

120 Meter lang und 2500 Tonnen schwer
Die Tunnelbohrmaschinen - benannt nach dem Ingenieur und Erbauer der alten Semmeringbahn, Carl Ritter von Ghega - sind je 120 Meter lang und 2500 Tonnen schwer. Pro Tunnelröhre kommt eine Maschine zum Einsatz. Sie werden in Frankreich nahe Lyon gebaut und legen vor ihrem Einsatz eine Reise per Schiff und Lkw zurück. Aus Platzgründen werden die beiden Bohrer hintereinander in Einzelteilen angeliefert, um dann bei der Baustelle rund 400 Meter unter der Erde zusammengebaut zu werden. Im Schnitt legt der Tunnelbohrer täglich zwischen zehn und 15 Meter zurück.

Strecke Graz-Wien in weniger als zwei Stunden
Der rund 27 Kilometer lange Semmering-Basistunnel soll 2026 fertig sein und eine Fahrt von Wien nach Graz in weniger als zwei Stunden ermöglichen. Zusammen mit dem ebenfalls gerade in Bau befindlichen Koralmtunnel entsteht die neue Südstrecke. Sie soll Wien und Klagenfurt in zwei Stunden und 40 Minuten verbinden.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Brutale Königsklasse
Rot-Orgie: Wöber-Grätsche und Müller-Kung-Fu
Fußball International
Hier das Party-Video
Rapid: 12.000 Rangers-Fans feiern Euro-Hit in Wien
Fußball International
Rot für Wöber
Tor-Show! Bayern vergeben Sieg, holen aber Platz 1
Fußball International
Auch Roma verliert
Peinlich! Real kassiert gegen Moskau Heim-Blamage
Fußball International
Salzburg-Sportboss
Freund: „Wollen das Stadion zum Brodeln bringen“
Fußball International
Rapid-Coach sicher
Kühbauer: „Haben die bessere Ausgangssituation“
Fußball International
Persönliche Probleme
Spielsucht? Celtic-Stürmer fehlt gegen Salzburg
Fußball International
Rangers-Coach
Gerrard erwartet „50:50-Match“ gegen Rapid
Fußball International
Aber er will bleiben
Liebes-Krach: Verlobte schmeißt Maradona raus
Fußball International
Es geht um China
UEFA plant Champions League am Wochenende
Fußball International
Wegen Daumenverletzung
Neureuther verzichtet auf Rennen in Alta Badia
Wintersport

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.