Mi, 19. Dezember 2018

Kruder & Dorfmeister

11.07.2018 07:00

Electrosound-Pionier Richard Dorfmeister wird 50

Sie sind der Inbegriff des Wiener Sounds der 90er: Das Duo Kruder & Dorfmeister war mit seiner Mischung aus Downtempo, Electro und Trip-Hop maßgeblich am Erfolg der heimischen Elektronikszene beteiligt. Ein Meilenstein ist bis heute das 1998 erschienene Doppelalbum „The K&D Sessions“. Am Freitag feiert nun eine Hälfte ihren 50. Geburtstag - wobei Richard Dorfmeister mehr ist als „nur“ K&D.

Immerhin hat der am 13. Juli 1968 in Wien geborene Künstler schon vor dem Zusammentreffen mit Peter Kruder (der bereits im Vorjahr seinen 50er erreichte) gute und bis heute haltende Partnerschaften gepflegt. Da ist etwa Schulfreund Rupert Huber zu nennen, mit dem er als Tosca in einem zwar verwandten, letztlich aber doch etwas anderen Feld wildert. Hier ging und geht es oft noch eine Spur mehr ins Aktive, Tanzmusiklastige. „Wir wollten das offensichtlich Downbeatige nicht mehr hören“, meinte Dorfmeister etwa anlässlich des Albums „Outta Here“ 2014 im APA-Interview.

Die Suche nach neuen Sounds hat Dorfmeister stets angetrieben. Und damit konnte er auch weit über Landesgrenzen hinaus punkten, stehen doch etwa Remix-Arbeiten von K&D für Größen wie Madonna oder Depeche Mode zu Buche. Umtriebig war man auch mit dem eigenen Label G-Stone Recordings, das Dorfmeister gemeinsam mit Kruder Mitte der 1990er gegründet hat. Aktuell stehen die zwei Buchstaben K&D jedenfalls wieder eine Weile im Mittelpunkt, ist das Duo doch mit einer 25-Jahre-Jubiläumstour unterwegs und spielt im Sommer Shows in Italien, Kroatien und Ungarn.

Für Dorfmeister, der Flöte und Gitarre studiert hat, ist das Erreichte aber kein Grund, kürzerzutreten oder gar eine ruhige Kugel zu schieben. Denn der DJ und Produzent hat mittlerweile eine neue Spielwiese, sein Label Dr. Rich Recordings. Auf diesem veröffentlichte er Anfang des Jahres „The Exchange“, ein Album mit neuen und vielversprechenden Stimmen aus dem Dance-Underground. Aber ob nun im Austausch mit Newcomern und Etablierten, an der Seite von Huber oder Kruder (mit dem er im Vorjahr übrigens das Goldene Wiener Verdienstzeichen erhalten hat): Für Spannung dürfte im Hause Dorfmeister jedenfalls weiter gesorgt sein.

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