Di, 13. November 2018

Hoffnung für Unterart?

04.07.2018 19:00

Erstmals im Labor Nashorn-Embryos erzeugt

Wenige Monate nach dem Tod des letzten männlichen Nördlichen Breitmaulnashorns - krone.at berichtete - wächst nun die Hoffnung auf Nachwuchs bei der unmittelbar vorm Aussterben stehenden Unterart. Möglich machen sollen das Methoden der künstlichen Reproduktion. Deutschen Forschern ist es nämlich gelungen, im Labor Nashorn-Embryos zu erzeugen und zu kultivieren.

„Dies sind die weltweit ersten in vitro produzierten Nashorn-Embryos“, erklärte Thomas Hildebrandt vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin. Unter seiner Leitung hat ein Team von Wissenschaftlern Eizellen von Südlichen Breitmaulnashörnern aus europäischen Zoos entnommen und sie mit eingelagerten Spermien von Nördlichen Breitmaulnashörnern vereint.

Forscher wollen reine Embryos der Unterart erzeugen
Nun halten die Forscher ihr Verfahren für reif, um im nächsten Schritt reine Embryos der bedrohten Unterart zu erzeugen. Dafür sollen den letzten beiden weiblichen Nördlichen Breitmaulnashörnern der Welt Eizellen entnommen werden - einem IZW-Sprecher zufolge noch im August oder September. Die Weibchen sind die Tochter und die Enkelin des Bullen „Sudan“ (Bild unten), der im März mit 45 Jahren eingeschläfert werden musste.

Weil beide Nashorn-Damen, die in einem Reservat in Kenia leben, unfruchtbar sind, sollen Weibchen des Südlichen Breitmaulnashorns als Leihmütter für die Embryos fungieren. Zu einer solchen Nashorn-Schwangerschaft könnte es dem Vernehmen nach bereits Anfang nächsten Jahres kommen, berichten die deutschen Forscher im Fachblatt „Nature Communications“.

Tiere werden wegen ihrer Hörner gejagt
Das Nördliche Breitmaulnashorn, das in freier Wildbahn seit 2008 als ausgestorben gilt, lebte einst in Zentral- und Ostafrika. 1960 gab es der Naturschutzunion IUCN zufolge noch 2360 der Tiere in der freien Wildbahn. Doch Nashörner werden vor allem wegen ihrer Hörner gejagt, denn das pulverisierte Horn gilt in vielen asiatischen Ländern als Medizin. Von dem Südlichen Breitmaulnashorn gibt es dank intensivem Tierschutz im südlichen Afrika heute mehr als 20.000 Exemplare.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Nach vier Siegen
Solari erhielt bei Real Madrid Vertrag bis 2021!
Fußball International
Nur mehr 12 erlaubt?
England will nach Brexit Legionärs-Zahl reduzieren
Fußball International
Die „Krone“ zu Besuch
Matt: „Mit den Pferden ist’s wie beim Skifahren!“
Wintersport
Zahlen aus Ministerium
Abschiebungen: Plus 46%, beinahe 50% vorbestraft
Österreich
Im Derby auf der Bank
Genoa-Krise: Juric bekommt doch noch eine Chance!
Fußball International
Klub der 37-er
Tag der Karriere-Enden! Drei Weltgrößen hören auf
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.