Mi, 17. Oktober 2018

Diplomatisch immun?

15.06.2018 09:27

Becker: „Farce um Insolvenzverfahren beenden“

Im Zuge eines andauernden Insolvenzverfahrens in Großbritannien macht Boris Becker britischen Medienberichten zufolge nun diplomatische Immunität geltend. Der Ex-Tennisstar berufe sich dabei auf seine Funktion als Sport-Sonderattaché für die Zentralafrikanische Republik.

Die Entscheidung, ein Insolvenzverfahren gegen ihn einzuleiten, sei „sowohl ungerechtfertigt als auch ungerecht“, klagte Becker. Ein „Haufen anonymer und unverantwortlicher Banker und Bürokraten“ habe ihm in ein „vollkommen unnötiges“ Insolvenzverfahren aufgezwungen. Er habe dadurch „eine Menge Schaden“ erlitten, „sowohl finanziell als auch professionell“, so Becker in einer Stellungnahme. Deshalb mache er nun diplomatische Immunität geltend, um „diese Farce zu einem Ende zu bringen“ und damit er anfangen könne, sein „Leben wieder aufzubauen“.

„Werde diejenigen verfolgen, die diesen Prozess erzwungen haben“
Und Becker will auch zum Gegenschlag ausholen: „Ich werde diejenigen verfolgen, die diesen Prozess erzwungen haben und sie öffentlich verantwortlich machen für ihre Taten.“ Auf seine Ernennung zum Sport- und Kulturattache sei er „immens stolz“, so Becker.

Becker war im Juni 2017 von einem Konkursgericht in London wegen unbeglichener Schulden für zahlungsunfähig erklärt worden. Im April dieses Jahres war der dreimalige Wimbledonsieger von der Zentralafrikanischen Republik zum Sonderattaché für Sport und kulturelle Angelegenheiten in der Europäischen Union ernannt worden.

Becker könne ohne die Zustimmung der Zentralafrikanischen Republik keinem rechtlichen Verfahren unterworfen werden, so die Anwälte des ehemaligen Tennisstars. Außerdem bedürfe es dafür der Zustimmung des britischen Außenministers Boris Johnson und seines zentralafrikanischen Amtskollegen. Ob die Argumentation der Becker-Anwälte vor dem Gericht in London verfängt, ist unklar.

 krone.at
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