So, 24. Juni 2018

Mordfall Susanna

10.06.2018 20:49

Ali B. nach stundenlangem Verhör in U-Haft

Der Hauptverdächtige im Fall der getöteten 14-jährigen Susanna kommt in Untersuchungshaft. Das habe die Ermittlungsrichterin angeordnet, teilte die Polizei Westhessen am Sonntagabend auf Twitter mit. Der 20 Jahre alte Iraker Ali B. hatte zuvor stundenlang im Wiesbadener Polizeipräsidium ausgesagt. Ein Dolmetscher war hinzugezogen worden.

Der Verdächtige werde nun in eine Justizvollzugsanstalt gebracht, hieß es. „Der Transport erfolgt nach Beurteilung der Lage erneut mit unserem Polizeihubschrauber.“ Die Nacht auf Sonntag hatte der Verdächtige im Wiesbadener Polizeigewahrsam verbracht, nachdem ihn ein Polizeihubschrauber am Frankfurter Flughafen abgeholt hatte.

Der Iraker steht im dringenden Verdacht, die am Mittwoch in Wiesbaden tot gefundene Susanna F. in der Nacht vom 22. zum 23. Mai vergewaltigt und getötet zu haben. Bundespolizisten hatten Ali B. am Samstag in einer Lufthansa-Maschine von der nordirakischen Stadt Erbil aus zurück nach Deutschland gebracht.

Nach Angaben von Ermittlern im Irak soll Ali B. die Tat in kurdischer Haft gestanden haben. Demnach sagte er aus, er und sein Opfer hätten viel Alkohol getrunken und Tabletten geschluckt, schließlich sei es zum Streit gekommen. Das Mädchen habe gedroht, die Polizei anzurufen, was ihn zu seiner Tat getrieben habe - er habe die 14-Jährige stranguliert. Seine Mutter sagte der Deutschen Welle, dass sich ihr Sohn nicht an die Tat erinnern könne, weil er betrunken gewesen sei. Juristisch könnte das unter Umständen als verminderte Schuldfähigkeit gewertet werden.

Der Fall Susanna mit einem Asylbewerber als Hauptverdächtigem schlägt in Deutschland seit Tagen hohe Wellen. „Ich bin froh, dass der von der deutschen Justiz gesuchte mutmaßliche Täter wieder in Deutschland ist“, sagte Innenminister Horst Seehofer am Samstagabend. „So kann das Ermittlungsverfahren schnell vorangetrieben werden.“

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