Mi, 14. November 2018

Australier überlebte

10.06.2018 14:57

Österreicher als Lebensretter nach Schlangenbiss

Ein Australier hat dank seiner medizinischen Vorbildung und mithilfe von österreichischen Touristen einen potenziell tödlichen Schlangenbiss in einem abgelegenen Teil eines Nationalparks überlebt. In einer Schlucht des Karijini-Nationalparks sei er im vergangenen Monat von einer Braunschlange in den Fuß gebissen worden, sagte Christian Wright dem Fernsehsender Channel Seven.

„Ich begann, mein Sehvermögen zu verlieren. Ich wusste, ich würde ohnmächtig werden“, erinnerte sich der 33-Jährige. Sein Freund Alex Chia hätte ihn aufgefangen, als er in dem rund 1400 Kilometer von Perth entfernten Nationalpark zusammenbrach.

„Wir waren in einer tiefen Schlucht, 30 Meter breit, niemand in Sichtweite“, schilderte Chia die Situation der Zeitung „The West Australian“. „Das Schlimmste war, da vor seinem leblosen Körper zu stehen.“ Allerdings hörte ein österreichisches Paar, das sich in der Nähe befand, die Hilfeschreie und rief per Satellitentelefon den Rettungsdienst.

Gemeinsam kümmerten sich die Touristen dann auf Anweisung des Opfers, das immer wieder zu sich kam, um das betroffene Bein. Wright arbeitet als Geburtshelfer in einem Krankenhaus. Allmählich trafen ein Ranger und andere Helfer ein.

20 Touristen brachten Australier aus der Schlucht
Doch Wrights Tortur war noch nicht zu Ende. Um ihn aus der Schlucht zu bekommen, verpflichtete der Ranger 20 Touristen, ihn mit einer Trage so zu transportieren, dass sein Kopf ständig höher gelagert war als die Beine. Nach mehr als einer Stunde erreichte Wright so den Krankenwagen, der ihn in ein 75 Kilometer entferntes Krankenhaus brachte, wo ihm endlich das Gegengift verabreicht werden konnte.

Die Östliche Braunschlange gilt nach dem ebenfalls in Australien beheimateten Inlandtaipan als zweitgiftigste Schlange der Welt. Braunschlangen sind besonders gefährlich, da ihr Biss meist schmerzlos erfolgt. Obwohl von den 25 weltweit giftigsten Schlangen allein 20 in Australien leben, sind Todesfälle durch Schlangenbisse dort eher selten. Nach offiziellen Schätzungen erleiden rund 3000 Menschen pro Jahr Schlangenbisse, 300 bis 500 Menschen benötigen ein Gegengift. Durchschnittlich zwei Menschen sterben pro Jahr.

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