So, 18. November 2018

Von Stein erschlagen

29.05.2018 14:53

Forscher legen in Pompeij Männer-Skelett frei

Spektakulärer Fund in Pompeji: Archäologen haben bei Ausgrabungen das Skelett eines Mannes freigelegt, der auf der Flucht vor dem Ausbruch des Vesuvs von einem 300 Kilo schweren Stein erschlagen worden ist. Der geschäftsführende italienische Kulturminister Dario Franceschini sprach am Dienstag von einem „unglaublichen Fund“.

Das Opfer sei ein etwa 35 Jahre alter Mann, der offensichtlich eine Gehbehinderung hatte und sich wahrscheinlich deshalb nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte, als es zum Vulkanausbruch kam. Er wurde von dem Stein regelrecht enthauptet, stellten die Archäologen bei den Ausgrabungen fest. „Es handelt sich um einen außerordentlichen und dramatischen Fund“, wird der Direktor des archäologischen Parks von Pompeji, Massimo Osanna, zitiert.

Stein hat Mann regelrecht enthauptet
„Wir haben das Skelett an einem Ort gefunden, wo sich vermutlich ein Brunnen befand“, berichtete Osanna. Bei den Untersuchungen zeigte sich, dass der Mann an einer Knocheninfektion litt und deshalb wohl hinkte. „Der arme Mann muss alles versucht haben, um zu flüchten. Doch er hat es nicht geschafft. Ein riesiger Stein hat ihn am Oberkörper getroffen und ihn enthauptet.“

Vor Kurzem Überreste eines Rennpferdes entdeckt
Immer wieder machen Archäologen spektakuläre Funde am Ort der antiken Stadt, die unter einer Ascheschicht begraben und somit weitgehend konserviert wurde. Zuletzt waren Überreste eines Rennpferdes (Bild unten), das beim Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 nach Christus verschüttet wurde, und eine Gasse mit verschütteten Häusern mit Balkonen entdeckt worden.

Pompeji zieht Jahr für Jahr Millionen Touristen an
Der Großteil der 20.000 Bewohner der Stadt Pompeij starb 79 nach Christus unter einer Schicht aus Lava, Schlamm und Asche. Erst im 18. Jahrhundert wurden Spuren der vergessenen Stadt wieder entdeckt - und zahlreiche gut erhaltene Leichen, noch in der Position, in der sie beim Vesuv-Ausbruch um ihr Leben gerungen hatten. Die Stätte zieht Jahr für Jahr Millionen von Touristen an.

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