Di, 23. Oktober 2018

„Armselige Kampagne“

26.05.2018 16:29

Meghan als brauner Schokokuss sorgt für Shitstorm

Anlässlich der Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle hat der Süßwarenhersteller Storck versucht, den medialen Hype rund um das royale Ereignis auch für seine Produkte zu nutzen - und ist damit gehörig ins Fettnäpfchen getreten. In einem Werbeposting ist ein Schokoschaumkuss im Brautkleid zu sehen. Betitelt wird das Bild mit dem Wortspiel „Ein Schaum in Weiß“. Einige Nutzer sahen darin eine Anspielung auf die Hautfarbe der Braut und warfen dem Unternehmen Rassismus vor.

Vor den Augen der Weltöffentlichkeit gaben einander Prinz Harry und Meghan Markle am vergangenen Samstag das Jawort. Den medialen Hype rund um das Großereignis nahmen zahlreiche Unternehmen zum Anlass, um ihre Produkte und Werbekampagnen passend zum Thema auszurichten - unter anderem der Süßwarenhersteller Storck, der für seine Schokoschaumküsse Super Dickmann’s bekannt ist. Dass es keine gute Idee war, die Braut mit afroamerikanischen Wurzeln mit der schokoladigen Süßigkeit in Verbindung zu bringen, bekam Dickmann‘s aber schon kurze Zeit darauf zu spüren - ein regelrechter Shitstorm brach los. „Geschmacklos“, findet ein Twitter-User, „Armselige Kampagne“, schreibt ein anderer.

Ein anderer Nutzer finden den Wirbel um die missglückte Werbeaktion wiederum übertrieben.

Shitstorm gegen ZDF
Doch nicht nur der Süßwarenhersteller stießt mit seiner Marketingaktion zur royalen Hochzeit auf Unverständnis: Auch die Fernsehübertragung der Hochzeit in einer ZDF-Spezialsendung, in der Meghan Markles Hautfarbe mehrmals zum Thema gemacht wurde, sorgte für Wirbel. Kommentare des ZDF-Moderators Norbert Lehmann wie: „Ist die Queen da so großzügig und sagt: ,Die beiden werden ja niemals König und Königin, da können wir uns auch mal so ein exotisches Paar leisten‘, ich sag es mal so salopp“, und darauf die Antwort der Adelsexpertin Julia Melchior: „Jetzt halt dieses bunt gemischte Paar, das ist ein großer Zugewinn“, sorgten noch vor der Dickmann’s-Kampagne für Rassismusvorwürfe gegen den Sender.


Dickmann‘s entschuldigt sich

Was den Dickmann’s-Post angeht: Das Unternehmen bezog nach dem Shitstorm im Netz Stellung und entschuldigte sich aus Sicht des Schokokusses auf Facebook: „Das diskutierte Bild zeigt - wie alle meine Bilder - mich selbst und es ging mir um Gedanken an die große Hochzeit, um meinen Traum in Weiß. Es tut mir sehr leid, wenn ich andere Assoziationen damit ausgelöst habe. Eine dicke Entschuldigung!“ Darunter gab es einen Hinweis, dass das Posting schon bald gelöscht werde.

 krone.at
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