Mehr Details bekannt

Leiche im See: Hielt Alfred U. Ungarin gefangen?

Österreich
12.05.2018 06:00

Wie lange hatte Alfred U. sein Opfer unter Gewalt, bevor er es in seiner Wiener Wohnung erwürgte, zerstückelte - und dann im Neusiedler See entsorgte? Laut dem 63-Jährigen soll die Tat wenige Stunden nachdem er die Frau kennengelernt hatte geschehen sein. Gerichtsmedizinische Untersuchungen lassen anderes vermuten.

Analysen des Magen- und Darminhalts der jungen Ungarin legen den Verdacht nahe, dass sie zwei bis drei Tage vor ihrem gewaltsamen Tod keine Nahrung zu sich genommen hat. Weil sie während dieser Zeit von U. gefangen gehalten und gequält wurde? Als bewiesen gilt: Bereits in der Vergangenheit hatte er immer wieder Frauen in Geiselhaft genommen und auf abscheulichste Weise misshandelt und missbraucht.

Bevor Alfred U. die Leichenteile im Neusiedler See versenkte, lagerte er sie mehrere Tage in seiner Schilfhütte in Rust ein. Danach bot er die kleine Liegenschaft über einen Wiener Immobilienmakler zum Verkauf an. Für 80.000 Euro. (Bild: Prewein Martina)
Bevor Alfred U. die Leichenteile im Neusiedler See versenkte, lagerte er sie mehrere Tage in seiner Schilfhütte in Rust ein. Danach bot er die kleine Liegenschaft über einen Wiener Immobilienmakler zum Verkauf an. Für 80.000 Euro.

Völlig unklar ist noch, wie er und die 28-Jährige tatsächlich miteinander in Kontakt gekommen sind. Ein Freund der Getöteten zur „Krone“: „Sie arbeitete manchmal am Westbahnhof als Putzfrau, verdiente jedoch nicht genug Geld, um die Miete für eine Wohnung zu bezahlen. Deshalb hat sie oft bei mir - oder bei anderen Bekannten - geschlafen.“

(Bild: Prewein Martina)

„Habe nie wieder von ihr gehört“
Am 28. März will er die Frau zum letzten Mal gesehen haben: „Eigentlich sollte sie bei mir übernachten. Aber am Abend rief sie mich an und sagte, sie hätte eine andere Unterkunft gefunden. Danach habe ich nie wieder von ihr gehört.“ Ihr Handy sei in der Folge „chronisch abgeschaltet“ gewesen, „sie beantwortete keine meiner vielen SMS - und war nicht mehr online“. Weder auf Facebook, noch auf WhatsApp.

Martina Prewein, Kronen Zeitung

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