Sa, 22. September 2018

„Gibt viel Berufenere“

08.05.2018 11:46

Strolz-Nachfolge wäre für Schellhorn „zu steil“

Nach dem überraschenden Rücktritt von NEOS-Chef Matthias Strolz wird spekuliert, wer die Nachfolge des Vorarlbergers antreten könnte. Als einer der möglichen Kandidaten wird immer wieder Sepp Schellhorn genannt. Der 50-jährige Salzburger schloss Dienstagfrüh jedoch aus, dass er Chef der pinken Partei werden könnte. „Ich glaube, das wäre eine Nummer zu steil für mich“, sagte Schellhorn im Ö1-„Morgenjournal“.

„Ich bin hier in Salzburg sehr beschäftigt, ein seriöser Verhandlungspartner für die beiden anderen Parteien zu sein. Wir verhandeln gerade ein Regierungsprogramm für das Land Salzburg und das ist meine wichtigste Aufgabe“, gab er zu verstehen, dass seine Prioritäten momentan anderswo liegen.

Auf die Frage, was denn passieren würde, wenn er nicht Landesrat werden sollte, erklärte Schellhorn, dass er sich dort einsetzen wolle, „wo ich das Beste für die Wirtschaft und für den Tourismus, für die Klein- und Mittelbetriebe herausholen kann“. „Das werde ich auch in Zukunft tun.“

„Gibt eine klare Rangordnung“
Schellhorn gab zu verstehen, dass es seiner Meinung nach „sehr viel Berufenere“ für die Parteiführung gebe. „Hier gibt es eine klare Rangordnung“, deutete er darauf hin, dass Beate Meinl-Reisinger stellvertretende Parteichefin ist. Ihr Name wurde im Verlauf des Gesprächs von Schellhorn mehrmals genannt. Aber: „Ich habe keinen Favoriten, das steht mir auch nicht zu.“

Gegen Ende des Interviews versicherte Schellhorn, dass man, „egal ob Mann oder Frau, sicher den besten Nachfolger für Matthias Strolz finden“ werde. NEOS-Generalsekretär Nikola Donig erklärte indes, dass die Position des Parteivorsitzenden und jene des Klubchefs im Parlament auch weiterhin von derselben Person bekleidet werden sollen.

Wahl des Nachfolgers am 23. und 24. Juni
Der Parteivorstand habe sich am Dienstag darauf geeinigt, dass der neue Parteichef bzw. die neue Parteichefin bei einer Mitgliederversammlung am 23. und 24. Juni gewählt werde. Bei dieser Gelegenheit werde auch Strolz verabschiedet.

Mittwochvormittag soll auch der erweiterte Vorstand zusammenkommen und diese Vorgehensweise absegnen. Dabei dürfte Strolz auch „einen Wunsch oder eine Idee“ zu seinem Nachfolger äußern. Formal wird der neue Parteichef von der Mitgliederversammlung gewählt, bewerben kann sich bis zum 9. Juni jeder. Die Kandidaten müssen sich dann einem Online-Dialog stellen, bei dem ihnen die Mitglieder Fragen stellen können.

Thomas Zeitelberger
Thomas Zeitelberger

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.