Di, 17. Juli 2018

30 Tote allein heuer

09.04.2018 07:11

Großbritannien verbietet Zombie-Messer, Schlagring

Immer wieder liest man Berichte aus Großbritannien, wonach vor allem Jugendliche mit Messern oder sogar mit Säure auf meist andere junge Menschen losgehen. Allein heuer wurden in der Hauptstadt London mehr als 30 Menschen durch Messerstiche getötet! Nun greift die britische Regierung durch und verbietet unter anderem sogenannte Zombie-Messer und Schlagringe.

Durch die schärferen Gesetze soll die zunehmende Kriminalität im Land bekämpft werden. So dürfen im Internet bestellte Messer bald nicht mehr an Privatadressen verschickt werden. Schlagringe und gefährliche Stichwaffen wie sogenannte Zombie-Messer - billig zu habende Messer mit Klingen, wie sie etwa in Horrorfilmen des Öfteren zu sehen sind - oder Butterflymesser sowie Wurfsterne sind künftig verboten.

Bereits jetzt ist es in Großbritannien illegal, solche „Gewalt verherrlichenden“ Waffen auf der Straße mit sich zu führen, doch die Polizei war bisher machtlos, von Verdächtigen zu Hause aufbewahrte Waffen dieser Art zu konfiszieren. Dies soll künftig möglich sein, da selbst der Besitz solcher gefährlicher Utensilien strafbar werden soll.

Außerdem dürfen keine Säuren mehr an Jugendliche unter 18 Jahren verkauft werden, wie das Innenministerium am Sonntag in London ankündigte. Innenministerin Amber Rudd will sich auch dafür einsetzen, dass zur Gewalt aufrufende Beiträge von Banden in sozialen Medien - auch Videos - stärker bekämpft werden.

Vor allem Jugendbanden üben bewaffnet Gewalt aus
In den vergangenen Monaten haben gewalttätige Übergriffe vor allem in London zugenommen. Häufig sind Jugendbanden darin verwickelt. Die Taten werden oft mit Messern und Schusswaffen ausgeführt. Auch Säureattacken kommen, etwa bei Raubüberfällen, relativ häufig vor. Seit Jahresbeginn wurden in der britischen Hauptstadt mehr als 50 Menschen umgebracht, über 30 davon durch Messerstiche.

„Vor zehn Jahren mehr Polizisten, aber auch mehr Gewalttaten“
Die Opposition warf der Regierung am Sonntag vor, dass die Zunahme der Gewalt auch mit Stellenstreichungen bei der Polizei zu tun habe. Dem widersprach der für Kommunen zuständige Minister Sajid Javid: „Wir hatten vor zehn Jahren viel mehr Polizisten, aber auch viel mehr Gewalttaten“, sagte er dem britischen Sender BBC.

In Österreich in einem Jahr mehr als 1000 Angriffe mit Messern & Co.
Auch in Österreich greifen Gewalttäter immer öfter zu Messern und dergleichen, so gab es allein im Vorjahr mehr als 1000 Angriffe. Betrachtet man die Entwicklung im vergangenen Jahrzehnt, bedeutet das einen Anstieg von unglaublichen 290 Prozent. Um die Frage nach dem Warum zu klären, wurde vor Kurzem eine eigene Universitätsstudie in Auftrag gegeben.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.