Migranten in Seenot
Streit zwischen Italien, Malta und Libyen
Ausland
25.10.2009 15:09
Zwischen Italien, Malta und Libyen ist wieder ein Streit um die Rettung von in Seenot geratenen Migranten entbrannt. Ein Schiff mit 200 Migranten an Bord, das im Kanal von Sizilien wegen der rauen See in Schwierigkeiten geraten ist, hatte am Freitag um Hilfe gebeten. Die italienische Küstenwache hatte die maltesischen Behörden aufgerufen, sich zur Rettung der Migranten einzusetzen. Diese erwiderten jedoch, dass sich das Schiff in libyschen Gewässern befände.
Nach langem Tauziehen eilte ein italienisches Frachtschiff den Migranten zu Hilfe. Der Fall droht einen neuen Streit zwischen Italien, Malta und Libyen über die Zuständigkeit bei der Rettung von Migranten auszulösen.
Wegen eines im Mai in Kraft getretenen Abschiebe-Abkommens mit Libyen ist die Zahl der Migranten, die nach Seefahrten Süditalien erreicht haben, in den ersten acht Monaten des Jahres 2009 gegenüber dem Vorjahr um 57 Prozent zurückgegangen. Italien habe seit Jahresbeginn 1.216 Migranten an Libyen abgeschoben, berichteten italienische Medien. Die Zahl der in Italien eingereichten Asylanträge sank gegenüber dem ersten Halbjahr 2008 um zwölf Prozent.
Symbolbild
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