23.03.2018 15:33 |

130 tot, 400 verletzt:

Horrornacht von Paris: Was am 13.11.15 geschah

Jener Attentäter, der am Freitag in Südfrankreich Geiseln nahm und den mutmaßlichen Paris-Terroristen Salah Abdeslam freipressen wollte, ließ Erinnerungen an den Abend des 13. November 2015 wach werden: Dieser Abend wurde für Frankreich zur blutigsten Nacht seit dem Zweiten Weltkrieg. In einer koordinierten Terroroffensive verübten neun Attentäter nahezu gleichzeitig eine Reihe von Anschlägen quer durch die Hauptstadt. Die grauenvolle Bilanz des Angriffs: 130 Tote und rund 400 Verletzte. Der mutmaßliche Drahtzieher war Abdeslam - wie auch der Geiselnehmer vom Freitag ein französischer Staatsbürger marokkanischer Abstammung.

Der 13. November 2015 ist als Gegenstück zum US-amerikanischen 9/11 in die französische Geschichte eingegangen. Die Planung muss hochkomplex gewesen sein, denn die Terrorangriffe, die Paris an dem Abend trafen, waren offensichtlich koordiniert.

„Jetzt könnt ihr die Angst spüren, die die Menschen in Syrien jeden Tag spüren
In der Konzerthalle Bataclan spielte an dem Abend die kalifornische Band Eagles of Death Metal. Mitten im Konzert fielen Schüsse, die Band hörte auf zu spielen. Die Geiselnahme im Bataclan nahm ihren Anfang. Die verängstigten Konzertbesucher hätten zuhören müssen, wie ihre Geiselnehmer gebetet hätten, erzählte später ein Überlebender. „Jetzt könnt ihr die Angst spüren, die die Menschen in Syrien jeden Tag spüren“, hätten die Angreifer gesagt. Allein im Zuge des Angriffs auf den Bataclan-Konzertsaal kamen 89 Menschen ums Leben.

Nahezu gleichzeitig wurde auf eine Reihe von Bars und Restaurants geschossen. Vor dem Stade de France sprengten sich drei Selbstmordattentäter in die Luft. In der Fußballarena fand das Länderspiel Frankreich gegen Deutschland statt, auch der damalige Präsident Francois Hollande war unter den Zusehern. Die grauenvolle Bilanz des Abends: 130 Tote und rund 400 Verletzte.

Größter Angriff seit dem Zweiten Weltkrieg
Der mutmaßliche Haupttäter bei den entsetzlichen Angriffen: Salah Abdeslam, ein französischer Staatsbürger marokkanischer Abstammung. Gegen ihn läuft ein Prozess, das Urteil wird im April erwartet. Die Attentate, die Abdeslam geplant haben soll, waren die tödlichsten auf französischem Boden seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Terrororganisation Islamischer Staat reklamierte die Angriffe für sich, in Frankreich folgte ein dreimonatiger Ausnahmezustand.

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