Mi, 17. Oktober 2018

Profile ausspioniert

18.03.2018 11:23

Trump betrieb im Wahlkampf Datenklau

Donald Trump nützt soziale Medien wie kein anderer US-Präsident je zuvor. Mit seinen recht eigenwilligen Postings auf Twitter sorgt er regelmäßig für Entsetzen und Erheiterung. Doch wie nun enthüllt wurde, wusste sein Team im Präsidentschaftswahlkampf 2016 Social Media auch auf andere Art zu nutzen: Eine britische Firma soll beauftragt worden sein, private Informationen von 50 Millionen Facebook-Usern auszuspionieren, um sie anschließend für personalisierte Werbung für Trump zu verwenden. Das Netzwerk spricht von Betrug.

Der Datenklau im großen Stil sorgt für Empörung in den USA: Mit den Informationen aus 50 Millionen Profilen wurden Psychogramme erstellt, die für den Wahlkampf genutzt wurden. Mit gezielten Anzeigen wurde anschließend versucht, eine positive Stimmung für den künftigen Wahlsieger zu generieren – das ergab eine Investigativrecherche der „New York Times“ und dem Londoner „Observer“.

Facebook reagierte auf Skandal: „Es war Betrug“
Der Skandal: Die britische Firma Cambridge Analytica hatte keine Erlaubnis, sich an den Daten zu bedienen. Ein russisch-amerikanischer Forscher, der für das Projekt engagiert wurde, erklärte Facebook, die Informationen seien für akademische Zwecke. Mit einer eigens entwickelten App konnten sensible Informationen abgegriffen und anschließend Wahlentscheidungen vorhergesagt und beeinflusst werden.

Anfangs spielte die soziale Plattform den Skandal hinunter. Erst später stellte Facebook in einer Stellungnahme klar: „Es war Betrug. Wir werden die notwendigen Schritte einreichen, um sicherzustellen, dass die Daten permanent gelöscht werden.“

Auch die Staatsanwaltschaft des US-Staates Massachusetts ist an der Causa dran: „Die Bewohner von Massachusetts erwarten umgehend Antworten von Facebook und Cambridge Analytica. Wir beginnen mit Ermittlungen“, so die Generalstaatsanwältin Maura Healey auf Twitter. 

Finanziert wurde der Daten-Klau offenbar vom Milliardär Robert Mercer. Er gilt als einer der wichtigsten finanziellen Unterstützer der Republikaner. Dass der umstrittene Rechtspopulist Stephen Bannon anfangs als Chefstratege in Trumps Team unterkam, geht auf sein Konto.

Miriam Krammer
Miriam Krammer

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