Die Opfer hielten sich im Flur des Bauernhauses auf, als der Täter mit seiner Pistole vom Garten aus durch die Eingangstür feuerte. Die Tat dürfte in der Nacht passiert sein, der Schwerverletzte und die Leiche des Sohnes wurden aber erst am Samstagvormittag von der jetzigen Lebensgefährtin des 47-Jährigen entdeckt.
Die Frau kam vom Nachtdienst nach Hause und alarmierte sogleich die Einsatzkräfte. "Zuerst fiel ihr nur auf, dass die Glasscheibe kaputt war. Sie betrat das Haus und sah, dass da jemand lag. Den Toten auf der Wiese hat sie gar nicht mitbekommen", berichtet Christian Martinz vom Kärntner Landeskriminalamt.
Landwirt hatte Frau des Polizisten informiert
Als Motiv wird ein Beziehungsstreit bzw. ein Racheakt vermutet. Die 42 Jahre alte Ex-Frau des schwer verletzten Landwirtes und der Schütze hatten ein Verhältnis, von dem der gehörnte Ehemann der Frau des Polizisten berichtete. Dies dürfte der Auslöser für die Bluttat gewesen sein. Nach der Scheidung hatte die 42-jährige Geliebte mit ihrem 13 Jahre alten zweiten Sohn den Bauernhof verlassen, der 17-Jährige war bei seinem Vater geblieben. Der Polizist lebte bis jetzt mit seiner Frau und zwei Kindern zusammen.
"Der Täter hat mindestens sieben Schüsse abgefeuert", berichtet Martinz weiter. Der 17-Jährige wurde mehrmals im Brustbereich getroffen und war sofort tot, seinen Vater trafen die Schüsse ebenfalls im Oberkörper. Er war beim Abtransport durch den Notarzt bei Bewusstsein und konnte der Polizei die Vorgänge schildern.
Der Sohn war offenbar zur falschen Zeit am falschen Ort. Der Schütze habe nur angenommen, dass einer von beiden der Ex-Mann ist, die zweite Person habe er nicht identifiziert, so der Kriminalist unter Berufung auf die Aussage des Schwerverletzten.
Polizist galt als "nett und hilfsbereit"
Der Täter war seit vielen Jahren Beamter in einer Polizeidienststelle im Bezirk St. Veit. "Er war überhaupt nicht auffällig, es war nicht absehbar, dass so etwas passiert. Wir können das nicht erklären", sagte der Kriminalist am Samstag. Als "nett und hilfsbereit" sei der Mann von seinen Kollegen beschrieben worden, auch in der Bevölkerung sei er beliebt gewesen, so Martinz.









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