Im Visier der Justiz

"Türkeis Berlusconi" sucht in Frankreich um Asyl an

Ausland
14.10.2009 14:51
Mit einem Asylantrag in Frankreich ist der türkische Rechtspopulist und Ex-Großunternehmer Cem Uzan einer neuen Betrugsanklage in der Türkei entkommen. Der als "türkischer Berlusconi" bekannte 45-Jährige wurde - nicht rechtskräftig - bereits mehrfach des Betrugs für schuldig befunden - und außerdem wegen Verunglimpfung des türkischen Premiers Recep Tayyip Erdogan verurteilt, den er als "gottlosen Kerl" beschimpft hatte.

Ende September sei dem zuständigen Gericht in Istanbul ein Untersuchungsbericht über Uzan zugestellt worden, berichteten türkische Zeitungen am Mittwoch. Demnach fordere die Staatsanwaltschaft eine weitere langjährige Haftstrafe für den Rechtspopulisten.

Mit Familie geflüchtet
Uzan hat sich mit seiner Familie aus der Türkei abgesetzt. Nach türkischen Berichten flüchtete er auf dem Seeweg zunächst nach Griechenland und von dort weiter nach Paris. Die französischen Behörden prüfen derzeit seinen Asylantrag. Das Außenministerium in Paris hat am Dienstag erklärt, dass das zuständige Amt darüber erst noch entscheiden müsse.

Einst mächtiger Clan
Uzan war als Unternehmer und Chef der türkischen Genc Parti (Junge Partei) bekanntgeworden. Die Firmen der einst wirtschaftlich mächtigen Uzan-Familie waren aber nach dem - selbstverschuldeten - Bankrott der hauseigenen Imar-Bank beschlagnahmt worden. Der 45-Jährige spricht von einer politisch motivierten Hexenjagd.

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