Tief zieht durch

Zahlreiche Einsätze nach Sturmschäden in Oberkärnten

Kärnten
13.10.2009 17:30
Wegen Schneeverwehungen von bis zu zwei Metern Höhe ist am Dienstag die Großglockner-Hochalpenstraße zwischen der Mautstelle Ferleiten und Heiligenblut gesperrt worden. Auch die Maltatal-Hochalm-Straße war laut ARBÖ zwischen Reichenau und der Passhöhe nicht passierbar. Heftige Sturmböen haben bereits in der Nacht auf Dienstag in weiten Teilen Oberkärntens Bäume geknickt, Dächer abgedeckt und Straßen verlegt - Dauereinsatz für die Feuerwehren.

Große Schäden hat der Sturm in Mallnitz im Bezirk Spittal/Drau angerichtet. Mehrere Bäume wurden geknickt und Äste auf die Fahrbahnen der Ankogel Landesstraße bzw. auf die Gemeindestraßen geworfen. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Dächer wurden zum Teil abgedeckt, in Millstatt stürzte eine 30 Meter hohe Fichte auf ein Wohnhaus. Gleich mehrere Bäume fielen auf das Grundstück einer Pension. Dabei wurden der Zaun, das Dach und eine Gartenmöbelgarnitur schwer beschädigt. Verletzt wurde zum Glück niemand, das Schadensausmaß ist derzeit noch nicht bekannt.

Hagelstürme auf der A2
Bereits am Montag hat das Unwetter in Kärnten für unzählige Feuerwehreinsätze gesorgt. Kurz nach 8 Uhr zog eine Gewitterfront übers Land: Dunkle Wolken verfinsterten den Himmel, es goss in Strömen, dazwischen hagelte es heftig. Laut ÖAMTC war in Kärnten die rund 60 Kilometer lange Tauernautobahn-Strecke (A10) zwischen Villach und dem Katschbergtunnel am stärksten von den Unwettern betroffen.

Aber auch auf der Südautobahn (A2) zwangen starke Gewitter und Hagelstürme so manchen Autofahrer zum Anhalten. Ein Lenker aus Villach: „Auf der Autobahn bei Pörtschach mussten viele anhalten, wegen des Hagels gab es kein Weiterkommen.“

Dach abgedeckt
Auch die Feuerwehren mussten zu zahlreichen Einsätzen ausrücken: Die orkanartigen Sturmböen deckten in Feldkirchen beim Postamt und beim Busbahnhof das Blechdach ab. Bei Radenthein stürzten mehrere Bäume auf die 110-KV-Leitung. Ein Feuerwehrmann: „Aufgrund des Regens ist es zum Glück zu keinem Brand gekommen.“

Rund um den Millstättersee waren durch plötzlich auftretende Sturmböen mehrere Bäume auf Strommasten gestürzt. Zum Brand kam es aufgrund des starken Regens nicht. Die KELAG schickte drei Männer zu Reparaturarbeiten.

Sturmschäden im Gailtal
In Sussawitsch krachte eine Fichte auf das Wohnhaus eines 31-jährigen Angestellten und zerstörte das Dach, auch ein Firmengebäude wurde durch den starken Sturm beschädigt.

Auch im Lavanttal wütete das Gewitter. Im Bereich von Bad St. Leonhard und Preitenegg wurden Bäume auf Straßen geworfen. Die Feuerwehren mussten ausrücken, um die Straßen zu befreien.

Kräftige Abkühlung
Meteorologe Franz Stockinger prophezeit in den nächsten Tagen auch weiterhin kühles, aber eher schönes Herbstwetter: „Die Schneefallgrenze kann unter 1.000 Meter sinken, nach klaren und windstillen Nächten gibt es sogar Bodenfrost und in den Tälern erste Minusgrade.“ Mehr dazu in der Infobox!

von Martin Radinger („Kärntner Krone“) und kaerntnerkrone.at
Symbolbild

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