Haft für Pädophilen?

Staatsanwaltschaft will härtere Strafe für Pornosammler

Kärnten
06.10.2009 15:46
Für Empörung sorgt ein Urteil aus Klagenfurt: Ein 32-jähriger Mann, der Hunderttausende Kinderpornos besessen hat, soll mit einer bedingten Haftstrafe davongekommen. Jetzt könnte die Strafe doch verschärft werden – denn die Staatsanwaltschaft hat nach dem „Krone“-Bericht Berufung angemeldet.

Zunächst hatte Ankläger Franz Simmerstatter das Urteil noch akzeptieren wollen. Nach reiflicher Überlegung und Rücksprache mit Justizkollegen kam dann doch die Nachricht: „Wir melden Berufung an. Die Strafe ist zu niedrig.“

Begründung: Der Beschuldigte hat fünf Vorstrafen und trägt durch seinen jahrelangen exzessiven Konsum von Kinderpornos mit dazu bei, dass Kinder sexuell ausgebeutet werden.

Urteil zu mild
Richter Manfred Herrnhofer hatte beim Prozess ja richtig erkannt: „Zu sagen, ich habe nichts getan, schützt nicht. Jeder, der solche Fotos in solchen Mengen anschaut, schafft einen Markt für diese Verbrechen.“ Sein Urteil – sieben Monate bedingt – könnte nun aber fallen.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
Symbolbild

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