22.02.2018 14:21 |

Anschlag in Montenegro

Mann jagt sich aus Versehen selbst in die Luft

Jener Mann, der in der Nacht auf Donnerstag in Montenegro einen Anschlag auf die US-Botschaft verübt hat, ist offenbar ein 43-jähriger Serbe. Dalibor J. sei von seinem Bruder identifiziert worden, berichtete das Internetportal "Vijesti" am Donnerstagnachmittag. Der Mann war bei dem Vorfall in der Hauptstadt Podgorica selbst ums Leben gekommen.

Nach Angaben von Ermittlern handelte es sich allerdings nicht um einen Selbstmordanschlag, sondern um einen Unfall: Der Attentäter sei beim Werfen einer Handgranate gestolpert, dabei sei der Sprengsatz explodiert. Sonst wurde bei dem Attentat niemand verletzt, auch am Gebäude entstand kein Schaden.

Dalibor J., der bereits lange in Podgorica gelebt hatte, war früher Angehöriger der jugoslawischen Streitkräfte gewesen. Laut Medienberichten war er im Juni 1999 vom damaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic wegen "Verdiensten für die Verteidigung der Heimat" ausgezeichnet worden. Gemeint war sein Einsatz während des NATO-Bombardements gegen Jugoslawien.

Unter Berufung auf das Twitter-Profil des Angreifers berichteten Medien in Podgorica, dass sich der Mann als Gegner des NATO-Beitritts Montenegros deklariert habe. Montenegro war im Vorjahr in die Allianz aufgenommen worden.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Ihre Cookies sind deaktiviert. Die Seite wird daher möglicherweise nicht korrekt angezeigt.