01.10.2009 17:32 |

Trotz Tempolimits

Fahrverbote wegen Feinstaubs sind nun heißes Thema

Zum zweiten Mal findet in Klagenfurt ein internationaler Feinstaub-Kongress statt. Landeshauptmann Dörfler nutzte die Gelegenheit, um seine Visionen von einer „Umweltvorbild-Landeshauptstadt“ zu lancieren. Wie das genau ausschauen soll, weiß keiner. Klar ist nur, dass der tödliche Feinstaub reduziert werden muss.

Elektroautos, 200 Strom-Tankstellen: In vielen Dingen tut Kärnten umweltmäßig, was es kann. „Aber es ist nicht genug“, sagt Klagenfurts Umweltreferentin Andrea Wulz nach den Fachvorträgen beim Feinstaub-Kongress ernüchtert. „Ich habe gedacht, unsere Maßnahmen greifen – aber jetzt erklären uns Experten, dass die sinkende Feinstaubbelastung nur mit den milden Wintern zu tun hat. Und dass die Mortalitätsrate weiter steigt.“ Vor allem Kleinkinder und auch Frauen seien durch die Partikel gefährdet.

Fahrverbote im Gespräch
„Nur, weil Feinstaub nicht sinnlich wahrgenommen werden kann, darf er nicht einfach ignoriert werden“, mahnt daher auch Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Die Patentlösung im Kampf gegen die unsichtbare Gefahr hat aber noch niemand gefunden. Wulz: „An die 50 Prozent werden vom Verkehr verursacht, der Rest von Hausbrand und Industrie. Umweltzonen und Fahrverbote, wie sie in Graz diskutiert werden, könnten eine Maßnahme sein – aber wir wissen es noch nicht.“

In Klagenfurt sind Fahrverbote für Pkw mit schlechten Abgaswerten in so genannten "Umweltzonen" im Gespräch - was hältst du davon? Stimm ab in der Infobox!

Vorerst findet man noch mit neuen Tempo-30-Bereichen das Auslangen, wo ein modifizierter Feinstaubkleber aufgebracht wurde, der auf seine Tauglichkeit getestet wird. In Teilbereichen der Völkermarkter Straße und auf Abschnitten des Rudolfsbahngürtels  gelten diese Tempolimits bereits.

von Kerstin Wassermann, "Kärntner Krone"
Symbolbild

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