"Das ist die Nervenzentrale für den Katastrophenfall", betonte Landtagspräsident Harry Kopietz (SP). Finden wird sie eher niemand, der nicht befugt dazu ist. Der Zugang ist "nicht repräsentativ" ausgeführt, wie es hieß. Und auch das Interieur ist zweckmäßig schlicht: Tische, Sessel, Computer und Monitore bzw. Leinwände für Projektionen prägen das Bild. Nur Details - wie geheimnisvolle Code-Aufschriften auf den Telefonen oder militärische Landkarten - deuten darauf hin, dass es sich nicht um einen "normalen" Dienstraum handelt.
Aktivierung bei möglichem Großereignis
Die Katastrophenleitzentrale kann bei Bedarf sofort in Betrieb gehen, wie versichert wurde. Dies geschieht, sobald von der Feuerwehr Meldungen eingehen, die auf ein mögliches Großereignis hindeuten. In diesem Fall finden sich unter anderem Vertreter von Feuerwehr, Polizei, Militär und des Presse- und Informationsdienstes ein. Sie halten unter anderem Kontakt mit den Medien und mit den politischen Entscheidungsträgern.
Der Ernstfall tritt etwa bei einem schweren Erdbeben oder bei folgenreichen Unfällen in einem der benachbarten Atommeiler ein. Brände oder Hochwasser werden in Wien hingegen kaum katastrophale Ausmaße annehmen, sind die Sicherheitsverantwortlichen im Rathaus überzeugt.
Amateurfunkanlage als letzte Kommunikationsmöglichkeit
Notstromanschlüsse und spezielle Telefonleitungen sollen jedenfalls garantieren, dass die Leitzentrale auch bei einem Zusammenbruch der öffentlichen Netze weiter funktioniert. Wobei als letzte Möglichkeit immer noch der Amateurfunk bleibt. Eine entsprechende Station ist in der Leitzentrale untergebracht.
"Ich hoffe, dass diese Katastrophenleitzentrale nie in Betrieb gehen muss", erklärte Kopietz. Gelegentlich werden jedoch Ernstfallmaßnahmen getestet. Dazu gehört auch die Sirenenprobe, die am kommenden Samstag bundesweit über die Bühne geht. Die 180 Wiener Signale werden von der Leitzentrale aus bedient.










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