Di, 21. August 2018

Nach Rassismus-Vorwurf

09.01.2018 14:08

H&M entschuldigt sich für Pullover-Werbung

Nach heftiger Kritik an einer als rassistisch empfundenen Werbung hat die schwedische Modekette H&M einen umstrittenen Kapuzen-Pullover aus dem Sortiment genommen. Nicht nur das Foto des Kleidungsstücks, sondern auch das Sweatshirt selbst seien nicht mehr verfügbar, so der Konzern am Dienstag beim Kurzmitteilungsdienst Twitter. Zuvor hatte auch US-Basketballstar LeBron James H&M scharf kritisiert.

Auf der Website des Unternehmens war am Montag noch vorübergehend ein schwarzafrikanischer Bub in einem grünen Kapuzen-Pulli abgebildet, der den Schriftzug "Coolest Monkey in the Jungle" (Coolster Affe im Urwald) zeigte. H&M entschuldigte sich "bei jedem, den dies verletzt hat" und änderte die Werbung. Ein Foto des Kapuzen-Pullis ohne den Buben stand jedoch zunächst weiter zum Kauf online.

"Werden interne Strategien überprüfen"
Am Dienstag zog das Unternehmen dann auch den Pullover  zurück und entschuldigte sich öffentlich auf Instagram: „Wir verstehen, dass viele Menschen wegen des Fotos verärgert sind. Wir stimmen Ihnen zu. Es tut uns sehr leid, dass das Foto gemacht wurde. Deshalb haben wir nicht nur das Bild aus unseren Kanälen entfernt, sondern auch das Kleidungsstück aus unserem Produktangebot. Wir glauben bei allem, was wir machen, an Vielfalt und Inklusion und werden all unsere internen Strategien überprüfen, um künftige Probleme zu verhindern", hieß es in dem Statement.

"Ich sehe einen jungen König!"
NBA-Superstar James veröffentlichte am Dienstag bei Instagram eine Fotomontage, die den Buben mit einer Krone auf dem Kopf zeigte, der Schriftzug auf dem Shirt war ebenfalls von einer Krone überdeckt. Dazu schrieb der dunkelhäutige Sportstar: "Ich sehe einen jungen König! Den Herrscher der Welt, eine unantastbare Kraft, die niemals angezweifelt werden kann!" Afroamerikaner müssten stets Hindernisse überwinden, gegen Vorurteile ankämpfen und härter für Anerkennung arbeiten als andere, schrieb James. Die H&M-Werbung hatte seit Sonntag im Netz Empörung ausgelöst.

Boris Becker: "Es hört nie auf"
Auch Ex-Tennis-Star Boris Becker zeigte sich auf Twitter erbost. "Es hört nie auf... Wann fangen wir an, Farben zu respektieren!!!" Der 50-Jährige hatte zuletzt den deutschen AfD-Politiker Jens Maier angegriffen, nachdem auf dessen Twitter-Account Beckers Sohn Noah als "Halbneger" beschimpft worden war. "Es ist Zeit, aufzustehen, den Finger zu heben und auf die Straße zu gehen. Hier und auf der ganzen Welt", schrieb Becker in einem Gastbeitrag für die "Welt am Sonntag". Rassismus dürfe einfach nicht länger hingenommen werden.

 krone.at
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