Mi, 24. April 2019
23.12.2017 15:08

„Unglaublich“

Marcel Hirscher feiert Weihnachten an der Spitze

Das letzte vorweihnachtliche Rennen im alpinen Ski-Weltcup hat reichlich Spannung in das Freitag-Hauptabendprogramm gebracht. Nur 7/100 Sekunden zurück war in Madonna di Campiglio für Daniel Yule kein Platz mehr unter den Top Drei. Dafür holte sein Landsmann Luca Aerni als Zweiter den ersten Podestrang der Schweizer Slalom-Herren seit knapp acht Jahren. Und es gab eine Konstante: Marcel Hirscher.  

Trotz kapitalem Fehler im zweiten Lauf rettete der Salzburger von seiner Halbzeitführung noch vier Hundertstel auf Aerni sowie eine weitere auf Henrik Kristofferson, den sozusagen doppelten "Titelverteidiger" in Madonna, ins Ziel. Vier Monate und eine Woche nach Erleiden seines Knöchelbruchs feiert Hirscher damit Weihnachten als Weltcup-Gesamtführender. "Das ist eigentlich unglaublich", meinte der ÖSV-Star selbst. "Nur, am Saisonende kann ich mir darum nichts kaufen."

Die Basis für Hirschers siebenten Gesamt-Weltcupsieg in Folge ist jedenfalls geschaffen, die Verletzung überwunden, nichts vom Trainingsrückstand zu merken. Mit vier Saisonsiegen hält er nicht nur bei so vielen Erfolgen wie Damen-Dominatorin Mikaela Shiffrin, sondern ist mit nun 49 Weltcup-Triumphen Alberto Tomba bis auf einen Sieg nahe gerückt. Mit dem Italiener gleichzuziehen, würde Hirscher viel bedeuten: "Das wäre schon was Großes. 'Tomba la bomba" war ein Großer'."

Freilich scheint es, dass für den 28-Jährigen noch viel mehr möglich sein sollte. Der in Madonna unter den Zuschauern gewesene Tomba rechnet damit, dass Hirscher gar die vom Schweden Ingemar Stenmark fixierte Rekordmarke von 86 Siegen erreicht. Immerhin hat der Annaberger nach nur einem Drittel des Olympia-Winters zwei Drittel seiner Sechs-Siege-Marke der vergangenen Saison auf der Habenseite. Und 2016 war er fit und mit vollem Trainingspensum in die Saison gestartet.

In den Monaten danach folgten aber auch nicht weniger als neun zweite Plätze. Die waren die Basis für seinen erneuten Sieg im Gesamt-Weltcup. Derzeit sieht es mehr danach aus, dass der Gewinner von sechs WM-Goldmedaillen noch mehr auf Risiko und Sieg fährt. "Es macht mir viel mehr Spaß als im letzten Jahr", verriet Hirscher nach dem Madonna-Coup. "Ich bin mehr motiviert." Ob es derzeit den stärksten Hirscher aller Zeiten gebe, wollte er aber so nicht bejahen.

Verletzung brachte Impuls
Allerdings habe ihm die Verletzung auch in gewisser Weise wachgerüttelt. "Das hat mir einen Kick gegeben", meinte Österreichs aktueller und insgesamt vierfacher "Sportler des Jahres". Zwar sei die Zeit mit der Blessur zäh gewesen. Doch Äußerungen, er könne den Gesamt-Weltcup abschreiben, hätten ihn gepusht. So dürfte es auch mit Fehlern wie jenem im Madonna-Finale sein. Sein Jubel nach der Zieldurchfahrt hat gezeigt, wie viel Hirscher ein solcher Sieg bedeutet.

Der wäre diesmal durchaus auch für Manuel Feller möglich gewesen, sein Rückstand als Fünftplatzierter betrug nur 22/100 - und das trotz eben überstandener Kapselzerrung. Der Tiroler kam aber ebenso nicht fehlerfrei herunter wie Christian Hirschbühl. Ohne seinen schwereren Lapsus im zweiten Lauf hätte der letztlich Zwölftplatzierte (+0,71) ganz vorne landen können. Thomas Hetteger lieferte als 16. (1,17) ein für ihn feines Ergebnis ab.

Puelacher: "Wäre viel mehr drinnen gewesen"
ÖSV-Rennsportleiter Andreas Puelacher war abseits von Hirscher mit der Ausbeute in den bisherigen Saison-Torläufen aber nicht so zufrieden. "Da gibt es zu viele Fehler, da wäre viel mehr drinnen gewesen", sagte der Cheftrainer. Dass auch Leute wie Michael Matt oder Marco Schwarz noch ohne Podestplatz sind, führte Puelacher auf die nicht beständigen Leistungen zurück. Allerdings freute den Coach die Gesamtbilanz der ÖSV-Herren nach der ersten Saison-Phase.

In dieser gab es zwar noch keinen Abfahrtssieg, mit dem könnte es aber am Donnerstag (28. Dezember) in Bormio klappen. Für die Kombination am Freitag passt Hirscher, wie es auch sein Weltcup-Verfolger Kristofferson macht. Hirschers nächster Einsatz im Weltcup ist daher der Parallelslalom am Neujahrstag in Oslo. Nach ein paar Tagen weihnachtlicher Pause und Ruhe wird Europas "Sportler des Jahres" das spezielle Training dafür aufnehmen.

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