05.07.2009 08:53 |

Nacht der Randale

Linksautonome Krawalle in Hamburg und Zürich

Schwere Ausschreitungen hat es in der Nacht auf Sonntag in Hamburg und Zürich gegeben: Während in der Schweiz bei einer nicht genehmigten Kundgebung linksautonomer Aktivisten mehrere Gebäude beschädigt und drei Autos in Brand gesetzt wurden, artete in Norddeutschland ein Straßenfest im Schanzenviertel aus. Mit Wasserwerfern und Schlagstöcken musste die Polizei dort gegen Randalierer vorgehen, die zuvor "massiv" Flaschen und Feuerwerkskörper auf die Beamten geworfen hatten, sagte der dortige Polizeisprecher Ralf Meyer.

Randalierer hätten Molotowcocktails geworfen und vor einer Wache in der Nähe des Schanzenviertels einen Streifenwagen angezündet, sagte Meyer. Zwei der rund 1.000 im Einsatz befindlichen Polizisten seien mit Schnittwunden und Prellungen in Krankenhäuser gebracht worden. Es habe auch Festnahmen gegeben, wie viele, konnte er zunächst nicht sagen. Bei dem Fest kommt es seit Jahren zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Randalierern.

Wasserwerfer im Einsatz
Unterstützt von fünf Wasserwerfern räumten Polizisten die Straße vor dem Autonomentreff "Rote Flora" und riegelten diese weitgehend ab. Sie drängten die nach Polizeiangaben etwa 900 bis 1.000 zumeist aus der linken Szene stammenden Randalierer in einen Park sowie in Nebenstraßen ab. Dort kam es im weiteren Verlauf immer wieder zu Flaschenwürfen gegen Polizisten sowie Zusammenstößen. Die Polizei ging wiederholt mit Wasserwerfern gegen die Demonstranten vor.

Polizei in Zürich setzte auf Gummischrot
In Zürich hatten sich dagegen rund 70 vermummte Personen kurz nach 21 Uhr zu einer nicht bewilligten Demonstration versammelt. Sie zogen dann durch mehrere Straßen und beschädigten dabei Gebäude und Fahrzeuge, wie die Stadtpolizei Zürich mitteilte. Die Polizei löste die Kundgebung mit Gummischrot auf. Gegen 22 Uhr habe sich die Lage beruhigt, hieß es weiter. Die festgenommenen Personen seien zwischen 14 und 32 Jahre alt. Ein Polizist sei bei dem Einsatz durch Glassplitter leicht verletzt worden.

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