Causa Schlosshotel

Ungereimtheiten bei der Finanzierung

Kärnten
22.02.2009 16:42
Das 2007 mit großen Feierlichkeiten eingeweihte Schlosshotel Velden am Wörthersee gerät laut Medienberichten in ein schiefes Licht. Für das touristische Prestigeprojekt des Landes Kärnten seien 120 Millionen Euro ausgegeben worden, 40 Millionen Euro davon seien aber nicht nachvollziehbar. Bauherr war die Kärntner Holding Beteiligungs AG (KHBAG), einer Tochter der Kärntner Hypo Group Alpe Adria.

Da das Hotel als eines der Lieblingsprojekte des tödlich verunfallten Landeshauptmanns Jörg Haider galt, gingen eine Woche vor den Landtagswahlen in Kärnten sofort politisch die Wogen hoch. SPÖ-Klubchef Herwig Seiser forderte in einer Aussendung eine sofortige Offenlegung der Finanzierung "des BZÖ-Prestigeprojekts" und auch die Überprüfung durch den Landesrechnungshof.

"Ich schließe nicht aus, dass hier Gelder in Parteikassen umgeleitet wurden", meinte der Landesparteisprecher der Grünen, Rolf Holoub. "Wir bereiten eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft Klagenfurt vor."

Vorwürfe an Architekten
Vorwürfe kommen auch von dem am Projekt beteiligten Wiener Architekturbüro Jabornegg & Pálffy. Es fühlt sich übervorteilt und kündigte an, den Rechtsweg beschreiten zu wollen, um nach wie vor ausstehende Honorare einzufordern. 

"Aus dem bestehenden Vertragsverhältnis besteht eine Netto-Honorarschuld von 93.665,65 Euro zuzüglich Zinsen", rechnet Architekt András Pálffy vor. KHBAG-Chef Kurt Mahnert sieht das naturgemäß differenziert: "Wir hatten ein gedeckeltes Honorar vereinbart. Wenn die Herren Architekten das Bedürfnis verspüren zu klagen, sollen sie es tun. Wir sehen dem gelassen entgegen."

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