Fr, 17. August 2018

Nordische Kombi

20.02.2009 18:08

US-Boy Lodwick holt Gold - Bieler nur Sechster

Österreichs Nordische stehen auch nach dem zweiten WM-Tag in Liberec ohne Medaille da. Nachdem bei der Premiere des Damen-Skispringens Daniela Iraschko den vierten Platz belegt hatte, verpasste am späten Freitagnachmittag auch Christoph Bieler im Massenstart-Bewerb der Nordischen Kombination das nach dem 10-km-Lauf am Vortag noch möglich scheinende Edelmetall.

Der 31-jährige Tiroler klassierte sich nach zwei Sprüngen auf jeweils 95,0 Meter an der sechsten Stelle, 8,5 Punkte oder vier Meter hinter Bronze. Den Titel sicherte sich der US-Amerikaner Todd Lodwick in seiner Comeback-Saison nach zweijähriger Pause mit 2,3 bzw. 10,8  Punkten Vorsprung auf den Deutschen Tino Edelmann und den Franzosen Jason Lamy Chappuis.

Bieler: "Das ist ärgerlich"
Bieler hatte bereits im ersten Durchgang des am Vortag abgebrochenen Bewerbs seine Chance vertan. Bei erneut enorm schwierigen Bedingungen fehlte dem Absamer etwas die Lockerheit. "Die Verhältnisse hätten einen radikaleren Sprung vertragen", sagte Bieler, der sich im zweiten Durchgang um vier Plätze verbesserte, aber seine erste Einzelmedaille doch klar verpasste. "Das ist ärgerlich, der Massenstart wäre unser Bewerb gewesen, aber den haben wir vergeigt. Aber wir haben noch drei Chancen", erklärte der Team-Olympiasieger und -Weltmeister.

Cheftrainer Diess enttäuscht
Cheftrainer Alexander Diess hätte sich den Bewerb nach eigenen Worten anders vorgestellt. Doch schon nach dem Langlauf war nur noch Bieler im Medaillenrennen gewesen, nach dem ersten Sprung rutschte auch er ab. "Schade, denn Lamy Chappuis hat bewiesen, dass von dieser Position noch viel möglich war." Der Franzose war als 20. nach dem Laufen sogar hinter Bieler gelegen. "Unsere Zuversicht ist aber weiter da", versicherte Diess.

Klapfer fällt für Sonntag aus
Er muss das Team für den Einzelbewerb von der Normalschanze am Sonntag (09.45 bzw. 15.15 Uhr) allerdings umstellen. Denn Lukas Klapfer fiel mit einer Virusinfektion aus, konnte am Freitag nicht antreten und wurde wegen der Ansteckungsgefahr in ein anderes Quartier verlegt. So wird neben Bieler, Stecher und Gruber wohl der zuletzt etwas verkühlte Willi Denifl als vierter Athlet aufgeboten. Die endgültige Entscheidung fällt nach dem Training am Samstag.

Stecher mit durchwachsenem Springen
Mario Stecher schien nach dem ersten Sprung auf 101 m übrigens viel Boden gutzumachen, doch die Konkurrenz ließ sich nicht abschütteln. So musste sich der 31-jährige Steirer, der beim zweiten Sprung schlechte Bedingungen erwischte (84,5 m) mit Rang 22, ex aequo mit dem Salzburger Bernhard Gruber, begnügen. "Die Enttäuschung war gestern größer, heute war nicht mehr so viel herauszuholen. Es gibt aber noch drei Bewerbe", erklärte der Seefeld-Sieger. Gruber war als starker Springer nicht zufrieden. "Es war, als ob ich nur drüberfahren würde über die Schanze, ich habe wenig Gefühl aufbauen können. Ich hätte mir mehr erwartet", erklärte Gruber.

Lodwick feiert perfektes Comeback
Lodwick kombinierte nach zweijähriger Abwesenheit vom Weltcup, in der er nicht speziell trainiert hatte, perfekt. "Das war mein Tag", jubelte der 32-Jährige nach dem zweiten WM-Titel eines US-Kombinierers nach Johnny Spillane 2003 im Sprint. "Dafür bin ich zurückgekommen, ich habe mich auf diese WM konzentriert", betonte der Athlet aus Steamboat Springs, der bereits nach dem Laufen geführt hatte.

Endstand nach zwei Sprüngen:

1.

Todd Lodwick

USA

100,5/97,5 Meter

276,0 Punkte

2.

Tino Edelmann

GER

100,5/97,0

273,7

3.

Jason Lamy Chappuis

FRA

95,5/99,5

265,2

4.

Anssi Koivuranta

FIN

95,0/96,0

260,2

5.

Bill Demong

USA

97,0/93,0

258,7

6.

Christoph Bieler

AUT

95,0/95,0

256,7

7.

Petter Tande

NOR

94,5/94,5

255,5

8.

Eric Frenzel

GER

98,0/90,5

255,2

9.

Jaakko Tallus

FIN

97,5/94,5

251,0

10.

Francois Braud

FRA

93,5/92,0

249,2

11.

Janne Ryynänen

FIN

99,5/94,5

248,2

12.

Pavel Churavy

CZE

98,5/89,5

246,2

13.

Jan Schmid

NOR

95,0/89,0

246,0

14.

Daito Takahashi

JPN

96,5/96,0

240,7

15.

Yusuke Minato

JPN

94,0/87,5

240,2

16.

Miroslav Dvorak

CZE

92,0/88,0

237,0

17.

Norihito Kobayashi

JPN

97,0/82,0

236,2

18.

Espen Rian

NOR

96,0/83,5

234,2

19.

Ronny Ackermann

GER

88,5/89,5

232,7

20.

Sergej Maslennikow

RUS

98,5/90,0

229,5

21.

Alessandro Pittin

ITA

85,5/90,5

226,0

22.

Mario Stecher

AUT

101,0/84,5

224,7

.

Bernhard Gruber

AUT

91,5/91,5

224,7

24.

Johnny Spillane

USA

92,0/87,0

224,0

25.

Eric Camerota

USA

93,5/90,5

223,7

26.

Björn Kircheisen

GER

95,0/79,5

221,5

27.

Taihei Kato

JPN

93,0/88,0

217,5

28.

Magnus Moan

NOR

90,5/79,5

216,2

29.

Seppi Hurschler

SUI

83,0/85,5

215,5

30.

Tomas Slavik

CZE

89,5/81,0

212,0

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