Sa, 21. Juli 2018

Rätselhafter Bode

18.02.2009 16:50

Miller hat eine Tochter und nimmt sich Auszeit

Bode Miller gönnt sich eine Auszeit und lässt die Weltcup-Rennen in Sestriere aus. Der Amerikaner hat derzeit laut eigenen Angaben keine Lust, an Olympia 2010 in Vancouver teilzunehmen und hält sogar ein sofortiges Karriereende für realistisch. Dass Miller voller Überraschungen steckt, beweist auch eine Nachricht aus seinem Privatleben. Er hat sich das Time-out nämlich auch deshalb genommen, um den ersten Geburtstag seiner in Kalifornien lebenden Tochter zu feiern. Dass Miller Vater ist, war bis dato im Ski-Zirkus unbekannt...

In Sachen sportlicher Karriereplanung beschwichtigte Millers österreichischer Head-Rennchef Rainer Salzgeber die Lage im ein wenig. "Dass Olympia für ihn nicht den großen Stellenwert hat, ist kein Geheimnis. Deshalb macht er sich Gedanken in diese Richtung. Aber ein Karriereende steht derzeit nicht im Raum", erklärte der Vorarlberger.

Enttäuscht und frustriert
Dass sein Schützling aufgrund seiner Verletzung am Syndesmoseband und der schlechten Saison-Ergebnisse gefrustet sei, glaubt Salzgeber nicht. "Frust würde ich es nicht nennen, Bode ist enttäuscht. Sein großes Saisonziel war die WM-Abfahrt und dort war er dann aufgrund einer dichten Nebelbank völlig chancenlos. Aber er kann mit Niederlagen viel besser als andere umgehen", meinte Salzgeber über den amtierenden Gesamt-Weltcup-Sieger, der in Val d'Isere ohne Medaille geblieben war.

Salzgeber geht derzeit davon aus, dass Miller mit den Rennen in Kranjska Gora (28. Februar und 1. März) wieder in den Weltcup einsteigen wird. Eine andere Variante ist, dass er erst wieder in Kvitfjell (6. bis 8. März) und beim Finale in Aare (11. bis 15. März) fährt. Den Kampf um die Verteidigung des Gesamt-Weltcups hat Miller, der seit zwei Jahren selbstständig als "Team America" durch den Weltcup tourt, mit dem Sestriere-Verzicht aber praktisch aufgegeben. Derzeit liegt der in diesem Winter noch sieglose Miller nur auf Rang acht der Wertung, im Abfahrts-Weltcup hat Miller aber noch alle Chancen auf eine kleine Kristallkugel.

Eine Hintertür bleibt immer offen
Miller sprach bereits vor seiner Abreise von der Ski-WM in Val d'Isere vom Karriereende und Olympia-Verzicht, ließ sich aber wie immer ein Hintertürchen offen. "Ich rede schon seit fünf Jahren vom Aufhören, aber zurückgetreten bin ich bis jetzt noch nicht. Aber in diesem speziellen Fall könnte es vielleicht wirklich passieren", meinte Miller. Zum Thema Olympia erklärte der 31-Jährige, der 2006 in Turin als großer US-Hoffnungsträger medaillenlos geblieben war: "Derzeit gibt es nichts, was mich von einer Teilnahme überzeugen könnte. Aber ich habe mich noch nicht entschieden."

Über sein Time-out meinte Miller, der zum dritten Mal en suite bei einem Großereignis ohne Medaille abreiste: "Ich brauche eine Pause und warmes Wetter."

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