So, 19. August 2018

Renate sagt 'Servus'

08.02.2009 09:04

Abfahrt ist Götschls WM-Abschiedsrennen

"Speed-Queen" Renate Götschl steht vor ihrem letzten WM-Rennen. Die 33-jährige Steirerin geht jedoch nur als Außenseiterin in die Abfahrt am Sonntag in Val d'Isere (13.00 Uhr/live im krone.at-Ticker). Eine Situation, in der sie sich "vielleicht bei ihrer ersten WM" befand, nachher nie wieder. Die Steirerin hat trotzdem immer noch "auf dem Plan", eine Medaille zu gewinnen. "Man ist da, um was zu erreichen. Das habe ich im Kopf. Ich fahre einfach drauflos, und wenn was rauskommt, wäre das schön", sagte Götschl.

Das Abschlusstraining am Samstag war ausgefallen, weil man die Piste auf dem Berg Solaise schonen wollte (siehe Bericht in der Infobox!). Ein Training, das sich Götschl nochmals gewünscht hätte. So bleibt die Atomic-Pilotin Außenseiterin auf Edelmetall, zum Favoritenkreis zählen ihre Teamkollegin Andrea Fischbacher (Super-G-Bronze), die US-Amerikanerin Lindsey Vonn sowie die Schweizerin Lara Gut und die Französin Marie Marchand-Arvier. Elisabeth Görgl und Anna Fenninger, die ihr drittes WM-Rennen in Val d'Isere bestreiten wird, komplettieren das rot-weiß-rote Aufgebot.

Die Abfahrt auf der anspruchsvollen Piste "Rhone-Alpes" wird für jede Rennläuferin ein Kampf von oben bis unten, so auch für Götschl, die den letzten WM-Auftritt aber auch genießen will. "Ich freue mich auf das Rennen, weil es mein letztes bei einer WM sein wird. Wehmütig bin ich nicht, denn irgendwann muss auch das letzte Mal sein. Drum genieße ich es noch einmal." Ob es auch ihr letztes Großereignis sein wird, lässt Renate Götschl offen. Wovon es abhängen wird, ob sie die Olympischen Spiele 2010 in Vancouver noch anpeilt, das wisse sie noch nicht.

"Alles ein bisschen in die Hose gegangen"
Renate Götschl war in ihrer bisher letzten Supersaison 2006/2007 als Topfavoritin in den Speed-Disziplinen zur WM nach Aare gereist und mit Super-G-Bronze im Koffer enttäuscht heimgereist, Team-Gold schenkte aber zumindest etwas Trost. Die vergangene und die aktuelle Saison gestalteten sich schwierig, was das Material-Set-up betrifft, sieht sie sich nun aber auf einem guten Weg: "Ich habe da jegliche Unterstützung von der Firma. Es war heuer nicht nur die Materialabstimmung, es ist einfach alles ein bisschen in die Hose gegangen. Aber ich habe zuletzt im Super-G einen Aufwärtstrend gehabt und auch in der Abfahrt in Cortina gesehen, dass ich schnell sein kann."

Dass sie womöglich den besten Zeitpunkt, ihre Karriere zu beenden, verpasst hat, daran hat die Speed-Queen nie Gedanken verschwendet. "Es wäre sicher schön, wenn jetzt noch einmal ein großer Sieg dabei wäre. Aber man muss für sich selbst die Situation finden, in der man sich dann sagt, 'Okay, jetzt höre ich auf, jetzt ist Schluss, Ende'. Ich sehe das nicht so eng, wie man abtritt. Ich habe so viel erreicht in meinem Leben. Es macht mir nichts aus, so wie es jetzt ist."

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