Die Studie hat die Länder nach insgesamt 24 Kriterien bewertet, und dabei sowohl die interne als auch die externe Friedenssituation der Staaten beurteilt. Ausschlaggebende Faktoren waren zum Beispiel Verbesserungen durch die Vereinten Nationen oder das Ausmaß gewalttätiger Kriminalität.
Island, heuer zum ersten Mal dabei, drängte den Vorjahressieger Norwegen auf Platz drei, hinter Dänemark. Auch sonst ist Europa in den "Top Ten" stark vertreten. Irland, Portugal, Finnland und Luxemburg belegen die Plätze sechs bis neun. Insgesamt zeigt die Studie, dass kleine, stabile Länder, die Teil eines regionalen Blocks wie beispielsweise der EU sind, am ehesten als friedlich einzuschätzen sind. Einkommen und Bildung seien dabei entscheidende Maßstäbe für die Friedfertigkeit.
USA nur auf Platz 97
Japan und Neuseeland sind die einzigen beiden G-8-Staaten, die es unter die ersten zehn geschafft haben, während die USA erst auf Platz 97 zu finden ist und Russland gar den 131. Platz belegt. Andere Schlusslichter sind Somalia, der Sudan, Afghanistan, Israel und der Tschad, wo die dort stationierte EUFOR-Friedenstruppe seit Anfang des Jahres auch aus österreichischen Bundesheersoldaten besteht. Schlusslicht ist im heurigen Jahr der Irak.
Der Friedensindex wurde 2007 erstmals veröffentlicht und soll bis 2009 im Jahresabstand dreimal erscheinen. Der Index wird von Prominenten wie dem Dalai Lama, Erzbischof Desmond Tutu, Ex-US-Präsident Jimmy Carter und Königin Noor von Jordanien unterstützt.
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