Mo, 23. Oktober 2017

Magier erzürnt

03.10.2017 10:26

„Magic Christian“ hat mit Kern nichts am Hut

Der Wahlkampf 2017 ist um einen bizarren Aspekt reicher: Der Wiener Zauberkünstler "Magic Christian" wehrt sich gegen den Missbrauch seines Namens im Zusammenhang mit Bundeskanzler Christian Kern.

Der 72-jährige Zauberer, der eigentlich Christian Stelzel heißt, zeigt sich erzürnt darüber, dass der österreichische Bundeskanzler Christian Kern in Kommentaren oder Zeitungsartikeln als "Magic Christian" beziehungsweise als "kein Magic Christian" bezeichnet worden sei. Offenbar ist er kein Freund des ehemaligen ÖBB-Managers und Spitzenpolitikers.

"Magic Christian" ortet "Missbrauch"
In einer Presseaussendung fordert er jetzt empört, seinen Künstlernamen "Magic Christian" nicht für den "momentanen Bundeskanzler" zu missbrauchen. Mit diesem wolle nicht "in einen Topf geworfen werden".

Der Magier weiter: "Über Observer wurde ich in den letzten beiden Wochen fast täglich informiert, was mein Namensvetter alles für Berufe ausübt neben seinem selbst gewählten als Bundeskanzler: vom Pizzaboten bis zum Marketingstrategen, vom Prater-Aufrufer dem Mob mitzuteilen, was es alles zu holen gibt, bis zum Ehrabschneider von Mitwerbern. Oft mit dem Anhang der Kommentatoren in den Medien, dass er kein "Magic Christian" sei.

"Trump-Methoden"
Stelzel hält fest, "Magic Christian" stehe "seit Jahren für gute und intelligente Unterhaltung". Zaubern transportiere "wunderbar verpackt Informationen, lässt graue Zellen nachdenken, wie es denn möglich ist, dass scheinbar Unmögliches passiert". Der Zusammenhang mit "faulen Tricks" sei keine Ehre für ihn. "Wir müssen uns unserer kulturellen Werte besinnen und nicht Trump'sche Methoden kopieren."

Pamela Fidler-Stolz
Redakteurin
Pamela Fidler-Stolz
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