Sa, 21. Oktober 2017

Gammelfleischskandal

21.03.2017 08:38

Mehrere Staaten stoppen Importe aus Brasilien

Nach Bekanntwerden eines Gammelfleischskandals haben nun erste Länder ihre Fleischimporte aus Brasilien gestoppt. Die Regierungen in Chile, China und Südkorea teilten am Montag mit, dass ab sofort Rind- bzw. Geflügelfleisch aus dem südamerikanischen Land nicht eingeführt werden dürfe. Die EU hat noch kein generelles Importverbot verhängt, lediglich die Einfuhr von Produkten aus vier Fleischverarbeitungsanlagen wurde untersagt.

Mehreren Produzenten in Brasilien wird vorgeworfen, abgelaufenes und vergammeltes Fleisch mit chemischen Mitteln wieder ansehnlicher gemacht und zurück in den Verkauf gebracht zu haben. Zudem sollen sogar Schweineköpfe zu Wurst verarbeitet worden sein, berichtete das Portal "O Globo". Ob und welche Mengen davon auch in den Export gegangen sind, war zunächst unklar. Die Europäische Union, China und die USA verlangen dazu Informationen.

Brasilien ist "Exportweltmeister" bei Rindfleisch
Brasilien ist mit einem jährlichen Ausfuhrvolumen von umgerechnet mehr als elf Milliarden Euro der größte Rindfleischexporteur der Welt. Die Fleischbranche ist einer der wenigen florierenden Wirtschaftssektoren in dem rezessionsgeplagten Land. Experten gehen davon aus, dass weitere Staaten die Einfuhr von Fleischprodukten aus Brasilien untersagen werden.

Brasiliens Präsident Michel Temer kämpft darum, das Vertrauen in den wichtigen Wirtschaftszweig wiederherzustellen. Gerade 21 von 4800 Fleischverarbeitern und 33 von mehr als 11.000 Kontrolloren seien betroffen, sagte das Staatsoberhaupt. Die Unternehmen bestreiten jegliches Fehlverhalten.

Das Land wurde bereits von großen Skandalen beim staatlich kontrollierten Ölkonzern Petrobras und dem Baukonzern Odebracht erschüttert.

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).