Sa, 21. Oktober 2017

Neuer Kapitän

22.12.2013 09:24

Sascha Hehn übernimmt das „Traumschiff“-Kommando

Am 1. Jänner 2014 kehrt Sascha Hehn dorthin zurück, wo vor 32 Jahren seine TV-Karriere begann: Er übernimmt das Kommando auf der Brücke des "Traumschiffs" und löst damit Siegfried Rauch nach 15 Jahren ab.

Es war der Fleisch gewordene Traum aller Schwiegermütter, als Sascha Hehn 1981, im Alter von 27 Jahren, die ersten Passagiere an Bord des "Traumschiffs" begrüßte: braun gebrannt, mit Zahnpastalächeln und wehender Föhnwelle war Chef-Steward Victor Burger der Inbegriff des TV-Schönlings der 1980er, der Bobby Ewing der heimischen Fernsehwelt – und sechs Jahre lang fixes Crewmitglied des Luxus-Dampfers. 1987 dann die trickreiche Beförderung zum Ersten Offizier als Victors Zwillingsbruder Stefan.

Mit der Rolle konnte Hehn das Image des seicht-soften Erotikfilm-Darstellers der 1970er-Jahre (von "Schulmädchen-" bis "Hausfrauen-Report") abschütteln: 1991 verabschiedete er sich schließlich mit einem Köpfler vom Achterdeck des Traumschiffs in die Acapulco Bay und aus der Serie. Parallel verdrehte er von 1985 bis 1989 als Dr. Udo Brinkmann Patientinnen und Krankenschwestern der "Schwarzwaldklinik" den Kopf. Dann wurde es ruhig um Sascha Hehn. Erst 1994 kehrte er als "Frauenarzt Dr. Markus Merthin" für drei Jahre auf den Bildschirm zurück, danach tauchte er nur mehr vereinzelt in Produktionen auf.

"Traumschiff" immer noch quotensicher
Wie gut, dass das "Traumschiff" noch immer quotensicher durch die Weltmeere pflügt. Denn am Neujahrstag wird der mittlerweile 59-Jährige zum Kapitän befördert und übernimmt das Kommando auf der Brücke. Siegfried Rauch wird als Kapitän Paulsen abgelöst und in Pension geschickt. Leicht fiel dem 81-Jährigen der Abschied nicht: "Ich bin unheimlich dankbar, dass ich das so lange machen durfte. Ich hab wahnsinnig viel erlebt, es war eine wunderbare Zeit!", sagte Rauch am letzten Drehtag.

Sascha Hehn hat seinen Vertrag vorerst für drei Jahre unterschrieben. Sofort hat er jedoch nicht Ja gesagt: "Ich bin zuerst nach Hause gefahren und habe das mit meiner Familie besprochen!", erzählt Hehn. In der "Bild" sagte er, es sei zwar "schwer, gegen die Autoritätsperson, die diese Uniform trägt, anzuspielen", aber er versuche "möglichst sympathisch, ehrlich und authentisch rüberzukommen". Sein schnöseliges Softie-Image hat er über die Jahre abgelegt: Blockhaus statt Stadt-Apartment, VW-Bus statt Ferrari – und geduscht wird nur noch alle drei Tage: "Man erhält sich so seinen natürlichen Säuremantel!"

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