Die jüngsten Debatten im Parlament zum Endbericht der Wehrdienstkommission sind ein Offenbarungseid der Koalition. Während Experten, die Frau Bundesminister und der Generalstab mit dem Modell „Österreich Plus 8+2“ einen klaren, rasch umsetzbaren und finanzierbaren Weg für ein verteidigungsfähiges Bundesheer aufgezeigt haben, flüchtet man sich in lapidare Erklärungen. Dass der Bundeskanzler trotz dieser Dringlichkeit auf eine zeit- und kostenintensive Volksbefragung beharrt, ist angesichts der Lage unverantwortlich. Jeder Tag, den wir mit politischem Geplänkel statt mit der Umsetzung von 8+2 inklusive der Anpassung des Zivildienstes verbringen, gefährdet den Aufbauplan 2032. Wenn die Politik den Soldatinnen und Soldaten, die letztlich ihren Kopf für unsere Souveränität hinhalten, nicht den Rücken stärkt, verpuffen alle bisherigen Reformbemühungen wie ein Blindgänger. Es geht hier nicht um den Gewinn von Wählerstimmen, sondern um die Vermeidung von Verlusten im Ernstfall. Dass sich derzeit nur der Wehrsprecher der FPÖ klar für das Modell 8+2 inkl. 12-monatigen Zivildienst ohne Volksbefragung ausspricht, ist bezeichnend. Es ist Zeit, Verantwortung zu übernehmen und das Expertenmodell sofort umzusetzen!
Othmar Wohlkönig, Vzlt. i. R., eh. Präsident der Österreichischen Unteroffiziersgesellschaft, Graz
Erschienen am Fr, 20.2.2026
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