Das freie Wort

Hauptsache 50 Prozent Frauen in der Regierung!

Gedanken zum Internationalen Frauentag (8. März): Es gibt ihn nun schon mehr als 100 Jahre! Der Kampf für Gleichberechtigung in der Gesellschaft, für Gerechtigkeit und Frieden sowie für das Frauen-Wahlrecht dauert demnach schon 100 Jahre lang an! Trotzdem gibt es noch immer große Diskrepanzen zwischen Mann und Frau, wenn es um den Arbeitsmarkt und die Entlohnung geht, auch bei uns! Den Frauenvertretungen im Parlament – zum Teil auch in der Regierung – waren aber bisher der gendergerechte Mainstream sowie die Sternchen- (*) und Binnen-I-Verschandelung wichtiger als die echten Frauenprobleme. Man denke nur an die seinerzeitige Bundeshymnen-Genderung! Es gab früher sogar Ministerinnen, denen Themen wie Samenspenden und künstliche Befruchtung für Lesben wichtiger waren als die existenziellen Probleme der Frauen. Für manche Parteien ist es nicht opportun, dass Frauen „nur“ für ihre Familie da sind. In ihren Augen zählen nur Frauen, die voll im Berufsleben funktionieren, selbst wenn die Kinder auf der Strecke bleiben. Am liebsten wäre diesen „Frauenparteien“, wenn die Kinder schon wenige Wochen nach der Geburt in die Obhut des Staates übernommen würden. Gibt es vielleicht deshalb die Forderung nach einer ganztägigen Gesamtschule? So etwas nennt man, sich vor den wirklich wichtigen Themen hinter „I-Tüpferl-Reitereien“ zu verstecken. Bei den letzten Wahlen und Regierungsbildungen galt es, dass möglichst viele Frauen kandidieren und in Regierungsämter befördert werden. Nicht der alleinige Wählerwille und nicht die Zusammensetzung der Bevölkerung standen im Mittelpunkt der Regierungsbildung, sondern die Interessen der Parteien. Sogar unser „unabhängiger“ Bundespräsident hat vor der letzten Regierungsbildung seine Wünsche deponiert: Er verlangte als Fürsprecher unserer Quotenfrauen einen Frauenanteil von 50%! Neun Frauen in der aktuellen 17-köpfigen Regierungsmannschaft entspricht exakt dem Wunsch des Präsidenten und bringt demnach „Arbeit“ für diese neun Quotenfrauen. Was ist aber mit der Arbeit der vielen Millionen Nicht-Quotenfrauen, die meisten von ihnen mit Halbtagsjobs, deren Einkommen weit hinter dem der Männer liegt? Eine entsprechende Qualifikation war bei der Regierungsbildung Nebensache, oder wollte man gar nur die Frauen gegen die Männer ausspielen und aufhetzen?

Mag. Anton Bürger, per E-Mail

Erschienen am Di, 8.3.2022

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